Flug

Sonntag, 4. Juni 2017

Woche #19

Schulwoche #19
Am Montag war Memorial Day, was heisst, dass ich keine Schule hatte. Die Nacht im Camper war besser als zuvor, aber ich hätte definitiv keinen weiteren Tag dort überlebt. Teilweise fühlte ich mich so bedrängt und dreckig, dass ich einfach nur schreien wollte. Jedenfalls gingen meine Gastmutter und ich in Menards und kauften noch mehr Sachen für den Camper ein. Ich hoffe, mein Gastvater fällt nicht in Umacht, wenn er die Rechnung seiner Menards-Kreditkarte sieht. Danach fuhren wir zurück, packten ein und machten uns auf den Weg nach Hause. Bogey bestah darauf, vorne zu sitzen, sodass meine Gastmutter mit mir hinten sass. Zu Hause machte ich meine Hausaufgaben, ass Mittag, duschte und machte mich bereit für ein Baseballgame am Abend. Meine Gastmutter reservierte uns Tickets für das Spiel. Mein Gastbruder wurde jedoch krank, weshalb ich eine Freundin zum Spiel einlud. Das Spiel begann um sechs Uhr. Das Wetter war ziemlich kühl und teilweise regnete es. Zum Glück brachten wir Decken. RedHawks (North Dakota) spielte gegen Explorers (Sourh Dakota). Ich geniesste das Spiel sehr, auch wenn es kalt war und unser Team verlor. Zudem kaufte ich mir Fried Pickles, was auch sehr lecker war. Nach sieben Innings gingen wir nach Hause und ich ging sofort ins Bett. Am Dienstag war mein letzter voller Schultag. Aber es fühlte sich wie ein normaler Schultag an. Zudem fand ich heraus, dass ich am Mittwoch und Donnerstag für eine Semesterprüfung zur Schule. Nachdem ich mit dem Schulbus nach Hause fuhr, fuhren meine Gastmutter und ich mit dem Golfauto herum. Danach kochten wir und schauten fern. Am Dienstag musste ich erst um 13:30 in der Schule sein, um die Biologie-Semesterprüfung zu schreiben. Am Morgen stand ich um 6:30 auf, ass Frühstück und zog Sportkleider an. Das Wetter war perfekt, um joggen zu gehen. Nachdem Duschen, machte ich mich bereit, um Fischen zu gehen. Ich freute mich sehr, da es mein erstes Mal sein würde. Meine Freundin holte mich ab und wir fuhren zu einer Brücke in Perley, wo eine andere Freundin auf uns wartete. Anfangs war es ziemlich kompliziert, aber nachdem mir meine Freundinnen die Basics erklärten, war mir alles klar. Wir fingen sogar drei Fische! Und einer davon war riesig! Nach einer Weile kam eine weitere Freundin dazu, die uns auch Snacks brachte. Danach verliess uns aber eine Freundin, da sie gezwungen wurde, die Semestertests zu schreiben. Wir blieben bis halb 12 und fuhren dann zur Schule. Die Biologieprüfung war zwar nicht schwer, aber sehr lange. Als ich fertig war, musste ich etwa 20 Minuten auf den Bus warten. Zu Hause half ich meiner Gasteltern mit Gartenarbeit. Die Nachbarskinder kamen vorbei und halfen meiner Gastmutter den Garten zu dekorieren. Danach gingen meine Gasteltern zu einem Pork Chop Dinner, während ich zu Hause blieb. Nachdem ich mein Essen ass, spazierte ich mit Bogey. Den Rest des Abends verbrachte ich mit dem Fernseh. Am Donnerstagmorgen ging ich erneut joggen. Als ich nach Hause kam, war überraschenderweise mein Gastbruder bereits wach. Bei ihm lief aber alles schief, weshalb er sehr schlechte Laune hatte. Er machte sogar den Mixer kapput und entschuldigte sich nicht einmal. Danach rufte ich meine Schwester an, da es ihr Geburtstag war. Ich ging duschen und machte mich bereit, da meine Freundin mich zum Mittagessen einlud. Da sie am Freitag nach Texas fahren würde, gab sie mir eine Tasse mit Swedish Fish als Abschlussgeschenk. Sie kochte Stir Fry Tofu und machte mir einen Smoothie. Dann fuhr die Freundin ihres Bruders uns zur Schule, damit ich meine Chemie-Semesterprüfung schreiben konnte. Nach der Schule fuhr ich mit dem Bus nach Hause. Ich schaute fern, half meinen Gasteltern im Garten und dann gingen meine Gastmutter und ich zu meiner Gastcousine. Sie veranstaltete eine Party für Cabi-Kleider. Man konnte die Kleider anprobieren und bestellen, jedoch waren sie sehr teuer. Alles war über $80. Aber dafür war das Essen gut. Um sieben Uhr mussten wir dann meinen Gastvater abholen und wir fuhren zu einer Farm, wo mein Gastvater Fotos für seine Zeitung machen musste. Nachdem gingen wir zum Autorennen in Ada, wo der Mann der Nichte meiner Gastmutter mitmacht. Es war laut, aber machte Spass. Am Ende durfte ich sogar im Auto sitzen und den Motor anmachen. Wir kamen etwa um 10 Uhr zu Hause an. Am Freitag war mein letzter Schultag. Meine Gastmutter wachte extra früher auf, damit sie Fotos machen kann. Zudem brachte ich meinem Busfahrer Doritos-Chips als kleines Dankeschön. In der Schule mussten wir unsere Lockers leeren und putzen. Danach warfen meine Freundinnen und ich uns in Schale, da wir nach der Schule ein Fotoshooting machten. Der Schultag dauerte bis um halb elf. Nachdem wir den nächsten Klassenpräsident wählten, durften wir nach Hause gehen. Wir gingen zu einer Freundin, um uns umzuziehen und fuhren dann zum Park in Ada, wo wir die Fotos machten. Das Fotoshooting dauerte nicht lange und da wir alle riesigen Hunger hatten, machten wir Pizza bei einer Freundin. Um zwölf Uhr fuhr eine Freundin mich nach Hause und nachdem ich duschte und fertig packte, machten wir uns auf den Weg zum Camper. Wir stoppten beim Tierarzt in Hawley, da Bogey und Harper ihre Impfungen brauchten. Als wir in Detroit Lakes ankamen, malten meine Gastmutter und ich den Picknick-Tisch an. Die Hitze brachte uns zum Schwitzen. Mein Gastvater kam erst um sechs Uhr zum Camper, da er noch Arbeit zu erledigen hatte. Meine Gasteltern gingen zur Bar, um Freude zu treffen. Nach etwa einer Stunde kamen sie zurück und wir gingen Essen in einem mexikanischen Restaurant. Als wir fertig waren, war es bereits sehr spät und ich ging ins Bett.




Wochenende #19

Am Samstag gab es ein Street Faire in Downtown Detroit Lakes. Es gab Essen, Musik und Stände, die verschiedene Kunstwerke verkauften. Zudem sang ein Freund meiner Gastmutter auf der Bühne und zufälligerweise trafen wir meinen Gastonkel dort. Am Nachmittag besuchten wir eine Freundin meiner Gastmutter und ihr Sohn gab uns eine Rundfahrt auf dem Boot. Wir stoppten an einer kleinen Insel, wo ich mit dem Seil ins Wasser sprang. Nach der Rundfahrt, fuhren wir zurück zum Camper, packten alles ein und machten uns auf den Weg nach Hause. Wir stoppten bei einem Laden, um Lebensmittel zu kaufen. Ich kaufte einige Sachen (Reese's, Cookies...) ein, die ich nach Hause bringen möchte. Meine Gastmutter sagte mir, dass sie Sachen für unser kleines Familien-Grillfest einkaufen musste. Ich merkte, dass meine Gastmutter viel zu viel einkaufte für nur sechs Personen. Obwohl ich wusste, dass etwas los war, erwähnte ich nichts. Als wir dann im Auto sassen, gab meine Gastmutter zu, dass es eine Party gäben würde, aber sagte nicht, wer oder wie viele kommen würden. Am Abend schauten wir fern. Da ich im Camper kaum schlafen konnte, wachte ich am Sonntag erst um halb neun auf. Meine Gastmutter war bereits beschäftigt mit Tischen aufstellen und dekorieren. Mein Gastvater hingegen machte sich auf die Suche nach Gas für den Grill. Ich schnitt zwei Wassermelonen auf, und half danach meiner Gastmutter mit dem Dekorieren. Die Party begann um 12:30. Ich versuchte mich mit allen Gästen zu unterhalten und erhielt auch sehr viele Geschenke. Uncle Johnny, beispielsweise, schenkte mir den Softball-Handschuh, der er mir für sie Saison auslieh und heftete meinen Namen und einen Spruch an. Die Party machte mir riesigen Spass und ich war sehr glücklich, dass ich allen "Auf Wiedersehen" sagen konnte. Um fünf Uhr war die Party vorbei. Wir fuhren mit dem Golf-Auto herum, assen Sundaes on Sundays und räumten die Tische wieder auf. Danach schauten wir fern, assen Reste und gingen ins Bett.

Montag, 29. Mai 2017

Woche #18

Schulwoche #18
Am Montag hatte ich kein Chemie, da ein Veteran aus dem Vietnamkrieg zur Schule kam, um uns von seinen Erfahrungen zu berichten. Er erzählte auch von meinem Gastonkel, der um die selbe Zeit mit ihm in Vietnam war. Ich merkte, dass es ihm nicht leicht fiel, vom Krieg zu erzählen. Er brachte uns einige Fotos - sogar mein Gastonkel war auf einem. Bevor ich hierherkam, verstand ich nicht wirklich, weshalb Veterane und das Militär so einen hohen Rang in der USA haben. Aber nachdem ich meinen Gastonkel kennengelernt hatte und der Veteran von seinen Erfahrungen erzählte, bin ich definitiv der Meinung, dass sie den grössten Respekt verdienen. Nach der Schule fuhr ich mit meiner Freundin aus dem Softballteam herum, da wir um 16:30 eine Abschlussparty im West Maine hatten. Unser Coach kaufte uns Pizza und Getränke und wir hatten eine gute Zeit. Das Einzige, was mich störte, war die Tatsache, dass wir nicht alle zusammen an einem Tisch sassen. Das führte dazu, dass sich einige ein wenig ausgeschlossen fühlten. Nach der Party fuhr mich meine Freundin nach Hause und ich ging duschen. Eigentlich hatten meine Gasteltern vor, zum Klavierkonzert meiner Gastnichte zu gehen, jedoch war sie in Minneapolis mit ihrer Familie und erzählte ihrer Klavierlehrerin nicht mal davon. Das machte meine Gastmutter natürlich sehr wütend. Am Abend schauten wir The Voice und später the Bachelorette. Ich war jedoch so müde, dass ich um neun Uhr schon ins Bett ging. Am Dienstag gaben alle Juniors, inklusive mich, ihr Handy ab, um extra Punkte zu bekommen. Wir bekamen das Handy um drei Uhr nachmittags wieder. Ehrlich gesagt, verlief der Tag ganz normal. Das Schlimmste war die Tatsache, dass ich immer das Gefühl hatte, dass ich mein Handy irgendwo vergessen hätte. Nach der Schule fuhren meine Gasteltern und ich nach Moorhead, wo wir zum Abendessen eingeladen waren. Die Frau, die meiner Gastmutter die Nägel macht, kochte Asiatisch für uns, da sie weiss, dass ich es sehr vermisse. Ihr Haus war riesig und wunderschön. Sie kochte Sommerrollen, Nudeln und Koreanisches Rindfleisch. Und zum Dessert gab es Wassermelone. Alles war super lecker. Wir blieben bis um halb acht und gingen dann zu meiner Gastschwester, um ihr ihre Briefe zu geben. Um 21:15 kamen wir zu Hause an und ich ging ins Bett. Am Mittwoch nach der Schule holte mich meine Gastmutter ab, da sie bereits in Ada war. Da das Wetter sehr angenehm war, zog ich mich um und joggte 30 Minuten lang. Als ich zurück kam, half ich meiner Gastmutter die Pflanzen zu giessen und ging danach duschen. Mein Gastvater schlug vor zur Bar zu gehen, da sie Nachos servierten. Sie waren sehr lecker, aber anfangs war es langweilig, da ich niemand in der Bar kannte. Um sieben Uhr kam dann die Freundin meiner Gastmutter mit ihrer Tochter, die in meiner Art-Klasse ist. Wir unterhielten uns für eine Weile und gingen später nach Hause. Mein Gastvater holte Landkarten hervor, um das nächste Projekt für seine Zeitung zu planen. Statt nur 47 Dörfe/Städte, möchte er nun 102 Dörfe/Städte miteinbeziehen, was eine grosse Sache ist. Danach ging ich schlafen. Am Donnerstag versuchten wir die Pepsi-Challenge in American History. Jeder bekam zwei Becher. Eines davon war gefüllt mit Pepsi, das andere mit Coca Cola. Danach stimmte man für jenes ab, welches man lieber hat. Ich dachte es wäre schwierig Pepsi und Coca-Cola auseinander zu halten, aber ehrlich gesagt, war es ziemlich einfach. Coca-Cola hat einen stärkeren Geschmack. Lustig war, dass unser Lehrer sehr überzeugt war, dass er sie unterscheiden könne, aber schlussendlich hatte er gar nicht Recht. Nach der Schule hatte ich vor mit meinen Freundinnen das Baseball-spiel anzuschauen. Jedoch hatten wir nicht wirklich Lust. Deshalb assen wir zuerst, fuhren herum und machten Fotos. Danach gingen wir zum Spielplatz in der Schule und 'spielten' herum. Der Bruder meiner Freundin fuhr uns nach Hause und nachdem ich das Geschirr abwusch, schaute ich fern und ging ins Bett. Am Freitag holte mich meine Gastmutter nach American History von der Schule ab, damit wir möglichst früh in Detroit Lakes sein würden. Wir fuhren sofort los, als ich mit den Packen fertig war. Auf dem Weg nach DL, machten wir einen Stopp am Friedhof, in welchem die Eltern und ein Bruder meines Gastvaters vergraben sind. Da am Montag Memorial Day sein würde, brachten wir Blumen, um sie neben ihrem Grabstein zu stellen. Wir blieben etwa zwanzig Minuten. Als wir am Camper ankamen, mussten wir wieder alles einrichten und aufstellen. Danach gingen wir Lebensmittel einkaufen im Dollar Store und im Walmart. Später assen wir Pizza in Zorbaz und spät am Abend machten wir ein Feuer, um S'mores zu machen. 

Wochenende #18
Am Samstag kam die Schwester meiner Gastmutter, meine Gastschwester und ihr Freund zum Camper. Das Wetter änderte sich ständig. Grundsätzlich war es schön, jedoch gab es stündlich Platzregen. Wir hatten vor Hamburgers zu grillieren, jedoch ging der Strom aus, als wir den Elektrogrill anmachten. Zudem fing es an zu regen. Also waren etwa sechs Menschen in dem kleinen Wohnzimmer ohne Strom. Zum Glück half uns der Nachbar und wir hatten wieder Strom. Danach spielten wir Bean Bag und mein Team gewann. Danach gingen meine Gastschwester und ihr Freund bach Hause, während meine Gasteltern in die Bar gingen und ich als Einzige im Camper zurückblieb. Am Sonntagmorgen rief ich meine Mutter an und glücklicherweise war meine ganze Familie dort, um den Geburtstag meines Onkels zu feiern. Ehrlich gesagt, freue ich mich sehr auf Zuhause - meine Familie und Freunde wiederzusehen. Nachdem wir Mittag assen, fuhren wir zu einer Bar, um den Bruder und die Schwägerin meines Gastvaters zu treffen. Die Schwägerin sprach non-stop und stellte mir unzählige Fragen. Es fühlte sich so an, als wäre ich bei einem Vorstellungsgespräch. Ziemlich unangenehm und nervig. Danach gingen wir in eine andere Bar und trafen aus Zufall der Neffe meines Gastvaters. Wir blieben nicht allzulange. Danach gingen wir zurück zum Camper und schauten ein sehr langes Baseball-game. Meine Gastmutter und ich gingen in den Lebensmittelladen und kauften Sachen für unser Abendessen ein. Um acht Uhr abends assen wir und schauten gleichzeitig eine Memorial-Day-Show an. Was mich sehr überraschte, war die Tatsache, dass mein Gastvater anfing zu weinen. Nicht nur sein Vater, sondern auch sein Bruder war im Krieg und opferte sehr viel für das Land.




Sonntag, 21. Mai 2017

Woche #17

Schulwoche #17
Am Montag fiel mir das Aufwachen und Aufstehen sehr schwer. Ich war immer noch erschöpft und müde, weil ich während dem Wochenende nur wenig Schlaf erhielt. Jedenfalls verlief die Schule ganz normal, bis auf die Chemiestunde. Da unsere Chrmielehrerun Klavier für den JuniorHigh-Chor spielen musste, mussten wir unsere Hausaufgaben in der Aula machen. Während die "Kinder" ihre Lieder sangen. Zudem war am Montag das letzte Softballtraining, da das Spiel für Donnerstag abgesagt wurde und am Dienstag unser letztes Spiel ist. Obwohl ich manchmal hoffte (vor allem bei kaltem Wetter), dass die Softballsaison vorbei wäre, hat es mir trotzdem riesigen Spass gemacht. Ich habe eine neue Sportart kennengelernt, neue Freunde gemacht, und meine Freizeit gut ausgenutzt. Anfangs wusste ich gar nichts über Softball. Ich wusste nicht mal, dass es Softball gab. Auch wenn ich nicht sehr gut bin, habe ich vieles gelernt und verbesserte mich täglich. Hätte ich die Chance, würde ich definitiv nochmals spielen. Nachdem Training mussten wir uns nach Hause beeilen, essen und zum "Musical" der Primarschule in Hendum gehen. Die Tochter meines Gastbruders, Ellie, sang nämlich im Chor. Ehrlich gesagt, fand ich ziemlich langweilig und konnte mich gar nicht auf das Stück konzentrieren, da die Sitze so unbequem waren und ich von lärmigen Kinder umgeben war. Nach etwa 90 Minuten war es vorüber und wir gingen nach Hause. Auch Ellie und ihr Bruder kamen, denn sie musste ihr Geburtstaggeschenk holen kommen. Um neun Uhr abends brachten meine Gasteltern sie nach Hause und ich ging ins Bett. 
Am Dienstag hatte ich mein allerletztes Softballspiel in Ada. Ich war mir nicht sicher, ob das Spiel überhaupt stattfinden würde, da es sehr bewölkt und teilweise regnerisch war. Glücklicherweise wurde es nicht abgesagt, obwohl sogar Baseball für JV/JH abgesagt wurde. Wir spielten insgesamt fünf Innings und ich durfte sogar das ganze Spiel spielen. In keinem Spiel, schaffte ich es einen Punkt zu ergattern. Aber in meinem letzten Spiel schaffte ich es 3x nach Hause, slid (gleitete) zur Home-Base und schlug den Ball (leider fing das Gegenteam den Ball). Trotzdem würde ich sagen, dass es ein Erfolg war. Wir beendeten die Softballsaison mit einem erfolgreichen Gewinn. Mein Team war glücklich, mein Coach war glücklich, meine Gasteltern waren glücklich, ich war glücklich. Zu Hause assen wir Spaghetti mit Broccoli, Mais, Salat und Essiggurken. Meine Gastmutter zeigte mir Fotos aus ihrer Jugend und Kindheit. Ich konnte sie kaum erkennen und nachdem wir unser Dessert, Erdbeeren mit Rahm, assen, ging ich schlafen. 
Am Mittwoch wurde meine Foods-Klasse zur Klinik eingeladen, um einige Salate zu probieren und bewerten. Nach unsere Beurteilung werden sie entscheiden, welche Salate zur Salat-bar hinzugefügt werden. Zusätzlich erhielten wir Vanille-Glacé, was eine nette Überraschung war. Nach der Schule fuhr ich mit dem Schulbus nach Hause. Als meine Gastmutter vom Büro nach Hause kam, fuhren wir nach Halstad, um Farbe für unseren Picknick-Tisch beim Camper zu kaufen. Danach zeigte mir meine Gastmutter wie der Rasenmäher funktioniert, und ich "durfte" den Hintergarten mähen, während meine Gastmutter den Vorgarten mähte. Später warteten wir auf meinen Gastvater, da wir mit einem ehemaligen Arbeitskollegen meiner Gastmutter verabredet waren. Er kam von Manohmen und traf uns im Pub in Ada. Er war sehr nett, jedoch merkte ich, dass mein Gastvater überhaupt keine Lust hatte und meine Gasteltern sich gestritten hatten. Glücklicherweise schien der Freund nichts zu merken. Wir blieben etwa zwei Stunden und gingen dann nach Hause. 
Am Donnerstag arbeitete meine Gastmutter in der Schule, was heisst, dass ich mit ihr zur Schule fuhr. Der Schultag verlief ganz normal und da ich kein Softball-training hatte, war ich bereits um halb vier zu Hause. Ich machte meine Hausaufgaben, wusch meine Kleider und half meiner Gastmutter mit dem Garten. Später kam mein Gastbruder nach Hause und wir warfen einige Körbe mit dem Basketball. Ich half meiner Gastmutter mit dem Kochen - wir machten Käse-Enchiladas, Spargeln und Salat. Danach fuhren meine Gastmutter und ich mit dem Golfauto herum und am Abend schauten wir fern. 
Freitag war der letzte Schultag für alle Seniors und für das Track-Team gab es ein Pep Fest. Es war nicht wirklich spektakulär - Sie rannten durch die Gänge und gaben allen High-Five. Am Nachmittag holte mich meine Gastmutter aus der Chemiestunde, da wir uns für den Fargo Marathon bereit machen mussten. Wir fuhren nach Hause, zogen uns um und machten uns auf den Weg zum Fargodome, als meine Gastmutter endlich bereit war. Zuerst holten wir unser "Packet" mit unsere Startnummer, T-shirt und Tasche ab. Danach liefen wir durch das Stadium und sammelten Souvenire von verschiedenen Stände. Um sechs Uhr gingen wir dann zur Startlinie, trafen Uncle Johnny und geniessten die Zeit bis der Marathon begann. Um 18:30 war es dann soweit. Wir rannten alle zusammen, was heisst, dass ich mich am Tempo meiner Gasteltern anpasste. Am Strassenrand standen Menschen mit Plakaten, die uns aufeuerten. Es hat riesigen Spass gemacht. Unser Endresultat war 36 Minuten, was eigentlich irrelevant ist, da wir es nur aus Spass gemacht haben. Wir bekamen Fruitcups, Wasser und eine Medaille. Danach gingen wir mit Uncle Johnny ins Applebee's und assen unser wohlverdientes Abendessen. Danach fuhren mich meine Gasteltern nach Hause und sie gingen in die Bar. 

Wochenende #17
Am regnerischen Samstag musste ich zum letzten Mal meinen Local Rep in Fargo treffen, da ich am Sonntag nicht zum monatlichen Treffen kann. Wir trafen sie um Mittag im Mc'Donalds in Moorhead - Meine Gasteltern und ich mussten einige Fragen beantworten, was etwa eine halbe Stunde dauerte. Als wir fertig waren, geschah etwas Unglaubliches. Etwa sieben Rehe rannten nacheinander vor unseren Augen durch die Stadt. Sie waren sehr schnell, weshalb ich kein Foto machen konnte. Danach holte mich meine Freundin ab und wir fuhren nach Fargo. Da ich nichts im Mc'Donalds ass und Hunger hatte, kaufte ich mir einen 7-Layer Burrito von Taco Bell. Später holten wir eine andere Freundin ab, fuhren herum, und gingen in einige Kleiderläder. Aber da meine Freundinnen nicht gerne shoppen, hatte ich gar nicht Zeit, um mir die Kleider wirklich anzuschauen. Weil die eine Freundin sich zum Mittagessen mit ihrer Familie traf, setzten wir sie beim Restaurant "Paradiso" ab. Danach fuhren wir zur Kirche, wo wir eine weitere Freundin abholten, die mit ihrer Kirchengruppe beim Fargo Marathon aushalf. Wir warteten etwa 40 Minuten, was uns beide sehr mürrisch und hungrig machte. Zudem nahm sie ihr Telefon nicht ab. Als sie dann endlich ins Auto einstieg, fuhren wir zurück zum Restaurant, um die andere Freundin abzuholen. Leider stritt sie sich mit ihrer Mutter, weshalb sie nicht mit uns den Tag verbringen konnte und wir sie zurück zur Wohnung brachte, wo wir sie am Anfang abholten. Eigentlich hatten wir vor, einen Film in Kino zu schauen, jedoch brachten die "Kirchen-"Freundin kein Geld. Also holten wir Essen, gingen in eine enttäuschende, tierlose Tierhandlung und machten uns danach auf den Weg nach Hause. Wir machten einen Stopp in Gardner, um die Familie meiner Freundin zu treffen. Sie waren super lieb und zeigten uns ihr Haustier - ein Frettchen. Danach fuhren wir nach Hendrum, assen Stir-Fry Gemüse bei der "Kirchen-"freundin und kamen zu mir nach Hause. Meine Gasteltern waren nicht zu Hause, da sie die Nacht im Camper in Detroit Lakes verbrachten. Wir verbrachten Zeit im Whirlpool und nach einer Stunde, gingen wir ins Haus und schauten "The break-up". Ich geniesste den Tag sehr, vor allem weil ich weiss, dass mir nicht mehr viel Zeit hier bleibt. Um halb elf gingen sie dann nach Hause, ich duschte und ging ins Bett. 
Am Sonntag war mein Faulenzer Tag. Ich stand auf, telefonierte mit meinen Eltern, schaute Gossip Girl und machte Hausaufgaben. Um Mittag kochte ich mir Stir-Fry Gemüse und Reis. Ich facetime-te drei Stunden mit meiner besten Freundin, was mich glücklicher machte, als erwartet. Ich vermisse sie definitiv sehr. Danach kamen meine Gasteltern nach Hause, wir brachten die Blumen zurück nach draussen und bestellten Pizza zum Abendessen. Den Abend verbrachten wir vor dem Fernseher. 

Sonntag, 14. Mai 2017

Woche #16

Schulwoche #16
Am Montag fuhr mich meine Gastmutter zur Schule, da sie in der Primarschule aushalf. Während der Biologiestunde, ging aus irgendeinem Grund der Feueralarm an und wir mussten alle aus dem Schulgebäude. Nach etwa fünf Minuten gingen wir wieder rein und fuhren ganz normal weiter. Nach der Schule gingen wir zum Dollar Store und kauften ein paar Sachen. Danach gingen wir zum Büro und ich durfte zum letzten Mal die bezahlten Rechnungen in den Computer eintragen, was mich ziemlich traurig machte. Zu Hause arbeitete ich an der American History Prüfung, die ich aufgrund unser Reise in Arizona/Vegas verpasste. Wir assen Abendessen und schauten The Voice später. Am Dienstag hatten wir ein Softball-game nach der Schule. Eigentlich war es ein JuniorHigh-Spiel, aber unser Coach sagte, alle seien willkommen. Also blieb ich nach der Schule und machte mich bereit für das Spiel. Als ich jedoch einen Blick auf die Mannschaftsaufstellung warf, sah ich, dass ich die zweite Ersatzspielerin spielen würde. Mir war klar, dass ich gar nicht zum Spielen kommen würde. Ich würde lügen, würde ich sagen, dass ich nicht enttäuscht war. Ich fühlte mich ein wenig nutzlos und freute mich aufs Nachhausegehen. Glücklicherweise konnte die Mutter einer Freundin mich nach Hause bringen. Nachdem wir assen, hing mein Gastbruder Lichterketten im Whirlpool-raum auf, die meine Gastmutter von Amazon bestellt hatte. Wir sassen draussen am Feuer für eine Weile, bis es Zeit war, ins Bett zu gehen. Am Mittwoch arbeitete meine Gastmutter wieder in der Schule. Das Softballtraining dauerte nur eine Stunde, da einige für Band oder Chor früher gehen mussten, da sie am Abend ein Konzert hatten. Meine Gastmutter holte mich ab, wir kauften einige Lebensmittel ein und fuhren dann nach Hause. Zum Abendessen gab es Hamburgers (Egg-Burger für mich) und Maiskolben. Danach half ich meinem Gastvater die Rechnungen an seine Kunden zu sortieren, falten und in ein Kuvert zu stecken. Später erledigte ich meine Biologiehausaufgaben und ging ins Bett. Der Donnerstag fühlte sich aus irgendeinem Grund wie ein Freitag an. Ehrlich gesagt, wartete ich nur auf das Wochenende, da wir nach Detroit Lakes fahren und das Wochenende endlich in unserem Camper verbringen würden. Nach dem Softballtraining fuhr ich wieder mit meiner Freundin nach Hause. Wir machten einen Stopp, um Sundaes zu kaufen. Zuhause fing ich mit dem Packen für das Wochenende an, da wir am Freitag gleich nach dem Softballtraining nach Detroit Lakes fahren würden. Am Freitag durften alle aus der Biologieklasse, inklusive ich, nach der dritten Stunde in den Zoo in Fargo. Die Fahrt mit den Mini-Schulbus dorthin dauerte etwa 45 Minuten. Wir verbrachten circa eine Stunde im Zoo. Der Zoo war ziemlich klein, aber es gab riesige Kamele. Ich glaube, dass ich zum ersten Mal Kamele sah. Nach einer Stunde fuhren wir zum West Acres Mall, assen Fast Food und fuhren zurück zur Schule. Als wir ankamen, war bereits drei Uhr nachmittags. Das Softballtraining war super toll und hat riesigen Spass gemacht. Obwohl wir viel rennen mussten, alle waren glücklich und wir feuerten einander an. Ich kann nicht glauben, dass die Softballsaison bereits nächsten Donnerstag zu Ende geht. Nach der Schule lief aber Einiges schief. Eigentlich war geplant, dass meine Gasteltern mich abholen würden und wir zu unserem Camper in Detroit Lakes fahren würden. Jedoch ging es meiner Gastmutter so schlecht, dass wir sie zur Klinik in Ada brachten. Da es bereits Feierabend war, mussten wir zur Notstation. Sie gingen einige Tests mit ihr durch und da wir alle Hunger bekamen, bestellten mein Gastvater und ich Take-Outs von West Maine. Ich ass mein warmes Essen im Auto, während meine Gastmutter auf ihre Resultate wartete. Um halb neun wurde sie endlich entlassen und wir fuhren nach Hause. Obwohl es ihr definitiv nicht gut ging, war es besser als zuvor. Zu Hause schauten wir einen Film und gingen danach ins Bett.


Wochenende #16
Am Samstag ging es meiner Gastmutter um einiges besser, weshalb wir auch nach dem Frühstück zu unserem Camper fuhren. Als wir ankamen, gab es sehr Arbeit zu erledigen. Wir mussten alle Sachen in den Camper bringen, die Schränke putzen und den Garten organisieren. Später ging ich mit meiner Gastmutter in ein Bauhaus und wir kauften alles Mögliche für den Camper ein, was sicherlich nicht billig war. Das Ganze kostete mehr als $500 und es gibt noch mehr Sachen, die wir kaufen müssen. Am Nachmittag gingen wir ins mexikanische Restaurant gleich neben unserem Camperplatz und assen Mittag- bzw. Abendessen. Als wir zurückkamen, machten wir ein Feuer und geniessten das Camper-Leben. Um elf Uhr ging ich schlafen, was mir überhaupt nicht leicht fiel. Das Bett war ziemlich unbequem und ich hörte ständig Geräusche. Also schlief ich insgesamt etwa zwei Stunden. Am Sonntag war Mutterstag. Um sieben Uhr konnte ich das harte Bett nicht mehr ausstehen und ging nach draussen, um frische Luft zu holen. Natürlich hörten die Hunde mich und machten Lärm, sodass auch meine Gasteltern aufwachten. Nachdem die Hunde ihr Geschäft machten, gingen meine Gasteltern zurück ins Bett und ich schaute "Mean Girls" im Fernseh. Um neun Uhr morgens spazierten meine Gastmutter und ich mit den Hunden entlang des Strands. Nachdem wir zurückkamen, assen wir Frühstück im kleinen Restaurants des Campingplatzes. Ich bestellte 2 Eier, 1 Toast und Hash Browns für gerade mal $5. Zudem war es sehr lecker. Am Nachmittag gingen wir zu zwei weitere Bauhäuser und kauften noch mehr Camping-Sachen ein. Nachdem wir alles abgeladen hatten, liefen wir entlang des Strands, assen Nachos im Zorbaz und hörten einer Jazz-Band im Park zu. Danach war es auch Zeit, um nach Hause zu gehen. Da es Muttertag war, gingen wir zur Tankstelle, damit meine Gastmutter ihr Gratis-Sundae erhielt. Ich war sehr froh, als ich wieder in meinem Bett schlafen konnte. 







@Mami: Ich kann mich nicht an den letzten Muttertag erinnern, an dem ich den Tag überhaupt ernst genommen habe. Ehrlich gesagt, finde ich Muttertag nach wie vor sinnlos. Jeder Tag sollte Muttertag sein. Während meines Austausches habe ich realisiert, dass ich dich und deine Arbeit mehr schätzen sollte. Ich wollte nur sagen, dass ich dich über alles liebe und vermisse. Danke für alles, das du für mich durchgemacht hast. 

Mittwoch, 10. Mai 2017

Woche #15

Schulwoche #15
Am Montag war der erste Mai-Tag. An jenem Tag verschenken einige Körbe mit Süssigkeiten. Ich erhielt einen Mai-Korb von einer Angestellte in der Bank. Nun zum Rest meines Tages: Nach der Schule hatten wir ein Spiel in Ada. Und es war sehr kalt. Ich spielte fünf Innings für Junior High und keine Sekunde verging, in der ich nicht fror. Zumindest schaffte ich es zur ersten Base; aber das zweite Mal hatte ich ein Strike-Out. Nach dem Spiel fuhren wir nach Hause und als Allererstes wärmte ich mich mit einer heissen Dusche auf. Danach assen wir unsere Leftovers vom vorherigen Tag auf und am Abend schaute ich Fernseh mit meinem Gastbruder. Der Dienstag war ein ziemlich langer Tag. Am Morgen hatten alle Juniors die MCA-Prüfung am Chromebook. Ich war sehr überrascht, dass ich die Prüfung auch schreiben musste. Aber es störte mich nicht. Sie dauerte etwa eine Stunde. Alle aus dem Softball waren ab zwei Uhr nachmittags entschuldigt, da unser Bus nach Bagley um 14:15 losfährt. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde. Varsity und JH+JV spielten an zwei verschiedenen Orten. Ich spielte die ersten vier Innings und traf zum ersten Mal in einem Spiel den Ball mit dem Schläger! Und das sogar beide Male. Auch, war das Wetter schön. Verglichen zu den anderen Spielen, machte mir dieses Spiel riesigen Spass. Das Endresultat war Unentschieden, was meiner Meinung nach, ganz okay ist. Auf dem Rückweg machten wir einen Stopp an einer Tankstelle und dann fuhren wir zurück nach Ada. Um halb neun kam ich dann zu Hause an, duschte und ging ins Bett. Am Mittwoch mussten wir mit dem MCA-Test fortfahren. Obwohl wir die Resultate noch nicht erhielten, wurde uns gesagt, dass alle Juniors bestanden haben. Am Nachmittag hatte ich Softball-training. Das Wetter war sehr verwirrend. Anfangs war es kühl und regnerisch und später warm. Nachdem Softball blieb ich in der Schule, um mit den Promvorbereitungen zu helfen. Dies war jedoch nicht wirklich notwendig, da sie bereits fertig waren, als ich ankam. Die Mutter meiner Freundin fuhr uns dann nach Hause und zum Abendessen gab es Salat mit einem Ei für mich. Eigentlich hatte meine Gastmutter gefüllte Paprika gemacht, aber aus Gewohnheit hat sie alle Paprikas mit Fleisch gefüllt. Als ich fast in die Dusche stieg, klingelte es an der Tür und mein mexikanischer Onkel, Uncle Johnny, kam zu Besuch. Für das 143. Kentucky Derby Pferderennen bereitete er eine Liste vor und 20 Menschen kauften jeweils ein Kästchen für $10. Jedem wird zufälligerweise eine Nummer bzw. ein Pferd zugeteilt. Wessen Pferd gewinnt, gewinnt $200. Ich hatte die Ehre, die Nummern zu ziehen. Uncle Johnny blieb bis um neun Uhr. Danach gingen meine Gasteltern in den Whirlpool und ich schaute fern in meinem Zimmer. Am Donnerstag brachte unsere Trigonometrie-Lehrerin Donut Balls, Brownies und Orangensaft, weil alle aus unserer Klasse die MCA-Prüfung bestanden haben. Da das Varsity wie auch das JH-Team ein Spiel hatten, hatte ich kein Softballtraining am Nachmittag. Also fuhr ich mit dem Bus nach Hause und während der Busfahrt, sah ich einen Fuchs. Leider war er zu schnell, um ein Foto von ihm zu machen. Zu Hause rief ich meine Mutter an und wir telefonierten für etwa 40 Minuten. Dann war eigentlich nichts los. Ich fragte meinen Gastbruder, ob er mir ein paar Bälle zuwerfen könne, aber nachdem er den Rasen mähte, musste er irgendwo hin gehen. Freitag war der letzter Tag vor Prom. Nach dem Softball blieb ich in Ada, damit die Mutter meiner Freundin meine Nägel lackieren konnte. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie in der Schule für Prom half. Ich fühlte mich ein wenig veräppelt, aber trotzdem war es cool, Zeit mit Freundinnen zu verbringen. Wir assen Essen von Subway und später fuhr mich meine Freundin nach Hause, da meine Gasteltern in ein mexikanisches Restaurant gingen, weil es Cinquo de Mayo war. Zu Hause schaute ich fern und versuchte mich auszuruhen, damit ich genug Energie für Prom haben würde.

Wochenende #15
Endlich war es soweit. Prom - Eine einmalige Sache für mich. Eine Chance, die viele nicht haben. Der Tag begann bereits um sechs Uhr morgens. Ich duschte und um acht Uhr musste ich zur Friseuse, die mein Haar machte. Danach fuhr mich meine Gastmutter zu der Cousine meiner Freundin, die mich schminkte. Währenddessen war meine Gastmutter mit Garage Sales in Ada beschäftigt. Nach etwa einer Stunde, fuhren wir nach Hause und meine Gastmutter machte meine Nägel. Als sie fertig war, zog ich mein Kleid und Schuhe an und setzte mein Schmuck auf. Meine Gastmutter machte natürlich ganz viele Fotos von mir. Ich wartete auf meine Freundin und ihren Freund, mit denen ich nach Fargo gehen würde, um zu Essen. Dort würde ich auch mein Prom Date treffen. Das dauerte jedoch länger, als erwartet. Um zwei Uhr nachmittags holten sich mich dann endlich ab, wir fuhren nach Fargo, und machten einen Stopp bei einer Bar, da die Familie meiner Freundin Fotos machen wollte. Nachdem konnten wir endlich ins Restaurant; wir alle hatten riesigen Hunger. Ich bestellte Pasta mit Pesto, was (wie erwartet) sehr lecker war.  Eigentlich bestand unsere Prom-Gruppe aus zwanzig Personen, aber einige assen früher oder assen irgendwo anders. Das machte mich ziemlich glücklich, da ich kleinere Gruppen bevorzuge. Wir unterhielten uns über alles Mögliche und ich geniesste die Zeit sehr. Um fünf Uhr mussten wir bereits wieder nach Ada fahren, da professionelle Fotografen um sechs Uhr Fotos von uns machen würden. Ich fuhr mit meinem Prom Date nach Hause, jedoch verpasste er unsere Ausfahrt, was dazu führte, dass wir etwa eine Stunde später ankamen. Glücklicherweise war es keine grosse Sache, da auch die Fotos länger dauerten, als erwartet. Danach kamen meine Gasteltern und seine Eltern, die noch mehr Fotos machten. Um 19:30 begann dann Grand March. Jedes Prom-"Paar" lief auf der Bühne, als wäre es eine Modeschau. Jedes Paar wird von einem "Moderator" angekündigt und etwa 300 Menschen schauten zu, was sehr nervenaufreibend war. Ich war sehr nervös. Vor alle, weil ich hohe High heels trug. Glücklicherweise verlief alles in Ordnung. Nach dem Grand March begann der Tanz. Sie sammelten unsere Handys ein, damit wir auch miteinander kommunizieren, was ich keine dumme Idee finde. Es gab Hit-songs, Slow-songs, aber auch typische amerikanische Lieder. Anfangs fühlte ich mich ein wenig unsicher, da ich Tanzen in der Öffentlichkeit überhaupt nicht mag. Aber ich erinnerte mich daran, dass dies mein einziger Prom war. Also tanzte ich mit meinen Freunden, was eigentlich ziemlich Spass machte. Um 11 Uhr abends war dann der Tanz vorüber und wir hatten 30 Minuten bis After-Prom begann. Also fuhren wir zum Freund meiner Freundin, zogen bequeme Kleider an und gingen zurück zur Schule. Ich hatte gar keine Erwartungen, da ich überhaupt nicht wusste, was man beim After-Prom macht. Es gab Essen, Spiele und man konnte grosse Preise gewinnen. Das Beste war der Cash Cube. Man ist in einer Box voller Zeitungen, Papiere und Geldscheine, und die Augen wurden verdeckt. Man musste so viele Geldscheine wie möglich sammeln. Das Schwierige daran war jedoch, dass ein Ventilator die Papiere blies. Ich ergatterte etwa 30 Dollars, aber das Mädchen nach mir ergatterte einen $100 Banknote. So vieles passierte in einer Nacht. Ich spielte Volleyball, Poker, und ein Nägelspiel. Ich gewann einen wasserfesten Lautsprecher im Wert von etwa $130 und zwei T-shirts. Meine Freundin gewann sogar einen Fernseher. Ich geniesste es sehr. Um vier Uhr morgens fuhr die Mutter einer Freundin uns nach Hause, ich duschte und ging sofort ins Bett. 
Sonntag war der 7. Mai. Das heisst, in einem Monat werde ich bereits im Flieger sitzen und nach Hause, in die Schweiz, fliegen. Ich stand etwa um 10 Uhr auf, was mich ziemlich überrascht hatte. Sogar meine Gastmutter war noch nicht aus dem Bett gekommen, weil sie sich erkältet hatte. Mein Gastvater ging zur Kirche, während ich mit meiner Mutter telefonierte. Um Mittag assen meine Gastmutter und ich pochierte Eier und Kartoffeln. Ich erzählte ihr von meinen Prom-Erfahrungen und zeigte ihr meine Preise. Da das Wetter sehr schön war, fuhren wir mit dem Golfauto herum und trafen einige Nachbarn. Als wir zurückkamen, dekorierten wir den Garten und am Nachmittag gingen wir zu einer Freundin, die Blumen verkauft. Meine Gastmutter suchte Blumen im Wert von $200 aus. Wir brachten sie nach Hause und stellten sie dorthin, wo wir sie pflanzen möchten. Danach backten wir Pasta mit Pilzsauce, was super lecker war. Bevor ich hier herkam, konnte ich Pilz nicht ausstehen und jetzt mag ich gewisse Pilze. Nachdem Essen waschte ich das dreckige Geschirr ab und ging ins Bett. 


Dienstag, 2. Mai 2017

Woche #14

Schulwoche #14 
Diese Schulwoche fängt bei mir aufgrund der Reise am Dienstag an. Ich musste ziemlich viel nachholen. Beispielsweise waren die anderen im "Great Gatsby"-Buch bereits am fünften Kapitel angekommen und in Biologie wurde die Prüfung für den Mittwoch angesagt. Zudem war ich immer noch erschöpft von der Reise. Nicht nur die Zeitzone, sondern auch das Wetter ist ganz anders. Es ist kalt und nass. Deshalb hatten wir Softball in der Turnhalle und nicht draussen. Es fühlte sich gut an, wieder zu trainieren. Nach dem Training holte mich mein Gastvater ab und setzte mich zu Hause ab. Ich musste für meine Biologieprüfung lernen. Das dauerte ziemlich genau den ganzen Abend. Dazwischen assen wir aber auch Abendessen. Am Mittwoch schneite es den ganzen Tag lang. Deshalb wurden auch das Softballtraining abgesagt. Also fuhr ich nach der Schule mit dem Bus nach Hause. Meine Gastmutter war bereits zu Hause und arbeitete an ihrem Laptop. Ich schrieb einige Postkarten und später kochten meine Gastmutter & ich Omeletten mit Gemüse + Hashbrows + Breadsticks, was sehr lecker war. Danach zog ich mein Promkleid an und probierte passende High Heels an, weil das Kleid ein wenig zu lang ist. Zusätzlich suchten wir nach passende Schmuckstücke.
Am Donnerstag blieb ich nach dem Softball in Ada. Meine Freundin bot an, dass ihre Cousine mich für Prom schminken würde. Deshalb wollten wir eine Probeübung machen, damit wir am Promtag nicht in eine Krisensituation geraten. Bevor wir zur Cousine gingen, wollte ich mit meiner anderen Freundin Zeit verbringen, aber sie musste arbeiten. Deshalb begleitete ich sie zur Arbeit und schazte ihr zu. Als die Cousine von der Arbeit nach Hause kam und gegessen hatte, holte mich meine andere Freundin ab und wir fuhren zu ihr. Zuerst war ich an der Reihe, aber da ich kein Foundation dabei hatte, schminkte sie nur mein Auge. Das dauerte etwa eine halbe Stunde. Ich habe ihr gesagt, dass ich mein Make up schlicht haben möchte. Obwohl mir das Make-up gefiel, denke ich, dass ein wenig mehr Farbe doch nicht schaden würde. Dann war meine Freundin an der Reihe. Sie wollte Smokey-Eyes mit einem Rotton, was wirklich schön war. Es war ein wenig zu dunkel, was sich am Promtag dann ändern würde. Nachdem die Cousine ihr Makeup und Haar machte, fuhr sie mich nach Hause. Eigentlich hatten wir geplant, dass wir auf der Fahrt meine Gastmutter treffen würden, aber sie ging mit meinem Gastvater aus und reagierte nicht auf meine Anrufe. Deshalb fuhr mich meine Freundin nach Hause. Am Freitag hatte Das Varsity- und Junior High-Team ein Game in Fertile. Deshalb hatte ich kein Training. Ich fuhr mit dem Bus nach Hause, räumte das Geschirr aus und schrieb Postkarten. Am Abend schauten wir den Film "the Founder" und später ging ich in den Whirlpool, während meine Gasteltern einen Film über Neil Armstrong schauten.


Wochenende #14 

Am Samstag war einiges Los. Am morgen ging ich zur Post, um meine Postkarten zu versenden. Danach spazierte ich mit den Hunden und währendessen sah ich, dass es Tag der offenen Tür in der Bibliothek war. Es gab sogar ein Maskottchen. Also brachte ich die Hunde nach Hause und beeilte mich zur Bibliothek. Ehrlich gesagt, war kaum etwas los. Aber es gab Kaffee, Orangensaft und Snacks. Zudem waren die Arbeiter sehr freundlich und ich unterhielt mich mit ihnen. Als ich nach Hause kam, war etwa Mittagszeit und wir fuhren nach Ada, um Essen zu holen. Es gab einen Food Truck, der nur noch am Samstag in Ada war. Also bestellten wir Tacos, die super lecker waren. Der Teig war sogar frittiert. Danach brachten mich meine Gasteltern zur Cenex-Tankstelle, wo meine Freundin arbeitet. Sie musste nur noch 20 Minuten arbeiten und dann holten wir eine andere Freundin ab, um ihre Frisur für Prom zu testen. Die Friseuse war sehr lieb und backte sogar Waffeln für uns. Das dauerte etwa zwei Stunden. Als sie fertig waren, fuhren wir nach Hendrum, um eine andere Freundin abzuholen. Nachdem konnten wir endlich nach Fargo fahren. Zuerst gingen wir ins Shopping Center, guckten uns sehr süsse Welpen an und trafen zufälligerweise eine Freundin aus der Schule. Da wir Hunger hatten, wollten wir was zu Essen holen. Aber natürlich konnten wir uns nicht für einen Ort entscheiden. Also holte jeder an einem anderen Ort Essen. Ich kaufte meinen ersten Burrito von Taco Bell. Danach fuhren wir zum Walmart, um Sachen für Prom zu kaufen. Zusätzlich kaufte ich meine letzte "Refill"- Karte für mein Handy. Eine der Freundinnen fühlte sich dann nicht wohl, weshalb wir einen Stopp in Cherry Berry machten. Wir kauften uns Frozen Yoghurt und machten uns dann auf den Weg nach Hause. Als wir in Hendrum waren, stieg ich aus und merkte gleich, dass ich mein Handy im Auto liess. Zum Glück waren meine Freundinnen nicht weit entfernt und brachten mir mein Handy. Ich ging zur Bar, da meine Gasteltern dort waren. Ich unterhielt mich mit einigen, ging dann nach Hause und schlief.
Am Sonntag wachte ich auf und wollte nicht aus dem Bett. Ich war viel zu müde, da mir das Einschlafen am vorherigen Tag sehr schwer fiel. Ich rufte meine Eltern an und wir unterhielten uns für etwa 40 Minuten. Dann machte ich mich bereit, um zur Kirche zu gehen. Aber da meine Gastmutter keine Lust hatte (ich auch nicht), liessen wir es sein und nur mein Gastvater ging. Nach der Kirche fuhren wir nach Detroit Lakes zu unserem Camper, um den Neffen meines Gastvaters zu treffen. Während der Fahrt holten wir Essen von AllAmericanFood. Der Neffe meines Gastvaters war bereits dort, als wir ankamen. Während meine Gastmutter und ich alle Sachen in den Camper brachten, unterhielten sich die Männer über die Veranda des Campers. Mein Gastvater möchte sie ein wenig erhöhen, sodass sie der Höhe des Campers angepasst ist. Danach machten wir uns auf den Weg nach Hause und machten einen Stopp bei einem riesigen Bauhaus (Menards). Meine Gasteltern kauften einige Sachen für den Camper ein. In Moorhead holten wir Essen von China Buffet und brachten es nach Hause. Es war zwar lecker, aber das Essen meiner Mutter ist viel besser. Am Abend holten wir Sundaes von der Tankstelle und ich half meiner Gastmutter Bettdecken für den Camper zu suchen.


Sonntag, 30. April 2017

Arizona-Vegas-Trip


Tag #1
Nun vorerst mussten wir etwa eine Stunde auf den Check-in für das Gepäck warten. Als es endlich Zeit war, erklärten sie mir, dass ein Carry-On Koffer $50 koste. Hätten wir den Koffer zuvor online eingecheckt, wäre es $18 gewesen. Das war ein wenig blöd, aber daran konnten wir nichts ändern. Zudem kam das Flugzeug eine Stunde später an, was heisst, dass sich unser Flug um eine Stunde verspäten würde. Ich war sehr müde. Im Flugzeug war es kalt und es wurde nur noch kälter, als wir in der Luft waren. Und die Airline bot keine Decken an. Wir kamen um 3 Uhr morgens an, aber da die Zeitdifferenz zwei Stunden ist, war es 1 Uhr morgens. Mein Gastvater mietete ein Auto, während meine Gastmutter nach einem Hotel suchte. Wir fuhren zum Hotel und gingen sofort ins Bett. 

Tag #2
Am nächsten Tag waren wir alle um sieben Uhr wach aufgrund der Zeitdifferenz. Wir holten uns Frühstück und machten uns bereit für unsere Fahrt. Auf der Fahrt gab es wunderschöne Aussichten. Unser erster Halt war in Downtown Prescott, wo wir auch Mexikanisch zum Mittag assen. Danach fuhren wir über wunderschöne rote Berge, um nach Jerome zu gelangen. In Jerome leben etwa 400 Menschen, aber die Stadt ist sehr lebendig. Meine Gasteltern sprachen einzeln mit einer Vorhersagerin für zehn Minuten und es kostete sie insgesamt $40, was meiner Meinung nach ein wenig verschwenderisch ist. Danach fuhren wir durch Sedona nach Williams und checkten in unser Hotel ein. Mein Gastvater buchte das Hotelzimmer gemeinsam mit Zugtickets zum Grand Canyon. Wir bestellten Essen im "Old Smokey's Restaurant" und als wir zurückkamen, gingen mein Gastvater und ich zum Whirlpool im Hotel.








Tag #3
Am nächsten Tag gab es um neun Uhr morgens eine Western Show bevor wir in den Zug einstiegen und losbrachen. Die Fahrt dauerte etwa zwei Stunden und da wir in der "First Class"- Abteilung waren, gab es Snacks und sogar Musiker, die uns unterhielten. Es war richtig cool! Nach der Fahrt hatten wir circa drei Stunden Zeit bis wir wieder auf den Zug mussten, um zurück nach Williams zu fahren. In diesen drei Stunden hatten wir Zeit, um den Grand Canyon zu bewundern. In meinem ganzen Leben, habe ich noch nie etwas Schöneres gesehen als den Grand Canyon. Es ist eine unbeschreibliche Aussicht. Ich kann immer noch nicht glauben, dass es real war. Nach den drei Stunden fuhren wir wieder zurück und wie auch bei der Hinfahrt, gab es Snacks und Musiker. Die Rückfahrt gefiel mir mehr, da der Musiker für jede Gruppe ein Lied auf Lager hatte. Zurück in Williams stiegen wir in unser Auto ein und fuhren nach Laughlin, Nevada. Auf dem Weg hätten wir fast eine Panne gehabt, da es keine Tankstellen gab und wir dringend Benzin brauchten. Aber wir schafften es knapp noch. Nach zwei bis drei Stunden kamen wir an. Da meine Gastmutter eine Rewards Karte hat, mit der man Punkte durchs Spielen in Casinos sammelt, ergatterten wir eine Suite im Hotel Harrah's für $10. Obwohl es nur ein Bett gab, gab es mehr als genug Schlafmöglichkeiten für mich. Ich entschied mich für das Fenstersims mit einer Matte. Wir assen im Smashburger und nachdem ging ich in unser Hotelzimmer, während meine Gasteltern Zeit im Casino verbrachten.




Tag #4
Da ich sozusagen auf dem Fenstersims schlief, wachte ich mit der Sonne auf. Obwohl ich etwa um sieben Uhr aufstand, waren wir nicht bevor 10:30 Uhr aus unserer Suite. Wir assen Frühstück im IHopp; ich bestellte mir Swedish Crepes mit Beerensauce. Dann machten wir uns nach Las Vegas. Zuerst machten wir aber einen Stopp, um den Hoover Dam zu sehen. Es war zwar nicht so schön wie der Grand Canyon, aber trotzdem sehenswert. Wir blieben nur zehn Minuten, da es gar keine freie Parkplätze gab. Spannend war, dass der Hoover Damn genau in der Grenze zwischen Nevada und Arizona lag, was auch zwei verschiedene Zeitzonen trennt. Danach ging es weiter nach Las Vegas. Unser erster Stopp war das weltberühmte "Las Vegas"-Zeichen. Meine Gasteltern waren bereits dutzende Male in Vegas, aber haben bis jetzt noch nie ein Foto mit dem Zeichen gemacht. Also war es auch etwas Neues für sie. Danach machten wir uns auf den Weg zum Stratosphere. Leider gingen wir nicht hoch, da meine Gastmutter Höhenangst hat. Aber wir sahen Menschen, die vom Turm sprangen oder auf der Achterbahn waren. Nachdem gingen wir zu unserem Hotel und ruhten uns für eine kurze Zeit aus. Nach der Ruhenzeit gingen wir los und liefen durch die Strassen von Las Vegas. Unser Stopp war Paris. Im Casino spielte eine sehr talentierte Band, die meiner Gastmutter sehr gefiel. Während meine Gastmutter der Band zuhörte, gingen mein Gastvater und ich hoch zum Eiffelturm. Bevor wir hochgingen, machte eine Frau ein Foto von uns. Richtig unangenehm wurde es, als die Fotografin sagte, wir sollen uns küssen. Wir erklärten ihr, dass er sozusagen mein Vater, was sie erröten lies. Auch entschuldigte sie sich bei uns. Obwohl es nicht der richtige Eiffelturm ist, war die Sicht wunderschön. Die Stadt sah so lebendig aus. Wir warteten bis es zehn Uhr abends war, da dann die Springbrunnen-Show des Bellagios begann. Obwohl wir die Musik nicht hörten, war es wundervoll. Leider dauerte die Show nur etwa fünf Minuten. Danach gingen wie zurück zu meiner Gastmutter und liefen weiter durch die Stadt. Im Hotel Planet Hollywood gab es eine Strasse (Miracle Miles Shops) voller Läden und Restaurants. Die Decke der Strasse war bemalt mit Wolkenmuster, sodass man wirklich das Gefühl hatte, als wäre man draussen in der Freie. Wir suchten nach einem Restaurant, da wir alle riesigen Hunger hatten. Wir assen in einem sehr schicken, italienischen Restaurant (Romagna Mia). Es war zwar teuer, aber sehr lecker. Dann machten wir uns auf den Weg zum Hotel zurück. Obwohl alles in Las Vegas sehr nah beisammen wirkt, ist es nur eine Illusion. Hotels sind weiter voneinander entfernt, als man denkt.





Tag #5 
Der letzter ganze Tag von unserer Reise. Am Morgen holten wir uns Kaffee und entspannten uns am Pool. Leider konnten wir meinetwegen nicht ins 21+ Pool-Areal. Es fühlte sich sehr schön an, aber manchmal war mir die Sonne doch ein wenig zu heiss. Am Mittag assen wir in Charlo n' Charlies. Nachdem wir uns umgezogen hatten, liefen wir zum Venetian-Hotel und bewunderten die Sänger der Gondelfahrten. Auch gab es Pantomime im Hotel, mit denen ich Fotos gemacht habe. Erst im Nachhinein realisiere ich, dass diese Pantomimen sich täglich verkleiden und bemalen lassen, um zu überleben, was ziemlich traurig ist. Nachdem benutzten wir den Deuce-Bus für $6, um zum Luxor zu gelangen. Dieses Hotel hat die Form einer Pyramide und soll auch Ägypten ähneln. Dort versuchten meine Gasteltern Tickets zur "The Mentalist"-Show zu ergattern. Mit Erfolg. Nach einer Weile fuhren wir zurück zum Hotel, zogen uns um und machten uns wieder auf den Weg zum Hotel "Planet Hollywood". Die Tickets mussten eine Stunde vor der Show abgeholt werden. Deshalb hatten wir genug Zeit, um Nachos im "La Salsa" zu essen. Ich freute mich sehr auf die Show! The Mentalist war kein Magist, sondern analysiert Menschen und findet dadurch Fakten und Charaktereigenschaften von Menschen heraus. Bevor die Show begann, mussten wir persönliche Fragen auf ein Stück Papier aufschreiben, dessen Antworten uns interessieren. Während der Show wählte "the Mentalist" dann ein Zettel aus und konnte nur mithilfe des Zettels den Namen dessen Person entziffern. Das war unglaublich. Eine perfektische Mischung aus Humor und Entertainment. Ich kann es bis heute noch nicht glauben. Sehr empfehlenswert! Nach der Show gingen wir dann zurück ins Hotel, und meine Gasteltern nutzten den Abend aus, um Gewinne im Casino zu machen.



Tag #6
Nun war es schon Zeit, um nach Hause zu fliegen. Wir standen um sechs Uhr auf, beeilten uns mit dem Bereitmachen und fuhren zum Flughafen. Zuerst mussten wir jedoch unser Mietauto abgegeben. Zum Glück gab es gratis Busse, die uns dann zu unserem Terminal brachten. Zum Frühstück gab es Zimt-rollen und Kaffee von Cinnabon, die sehr lecker waren. Der Flug zurück war viel angenehmer, als der Hinflug. Glücklicherweise kaufte ich einen fetten Souvenir-Pullover aus Arizona, der mich warm hielt. Das erste, das mit auffiel, war das Wetter. In Las Vegas war es sonnig und warm; in Minnesota hingegen, kalt und regnerisch. Zumindest schneite es nicht. Wir fuhren nach Hause und versuchten uns auszuruhen. Auch die Zeitumstellung machte uns ein wenig durcheinander. Wir waren nicht müde, wenn Schlafenszeit war. Wir hatten keinen Hunger, als es Zeit zum Essen war. Also assen wir etwa um zehn Uhr abends Chips mit Spinat/Artischocke-Chips.




Die Reise gefiel mir riesig. Mir ist bewusst, dass viele Gastfamilien nicht mit ihren Austauschkindern in die Ferien gehen. Deshalb schätze ich es umso mehr. Ich muss sagen, vor der Reise, war alles ein wenig chaotisch und ein leichtes Heimweh überkam mich. Das kalte Wetter in Minnesota half auch nicht wirklich weiter. Diese Woche war ein sehr gute Ablenkung/Abwechslung und erinnerte mich daran, dass meine Zeit in den USA fast vorüber ist und ich das Beste daraus machen muss. Das war definitiv einer der besten Wochen meines Lebens. Ich hoffe sehr, dass ich sie nie vergessen werde.

Montag, 24. April 2017

Woche #13

Schulwoche #13

Der Montag nach den Ostern war sehr anstrengend. Einerseits war ich noch erschöpft vom vorherigen Tag, andererseits war das Wetter grausam. In der Schule konnte ich kaum meine Augen aufhalten. Auch im Softball fühlte ich mich zu müde, um wirklich mitzumachen. Nun nach dem Training brachteb mich meine Gasteltern nach Hause und ich kochte Spargeln und Pasta für mein Gastvater und mich, während meine Gastmutter den von Ostern übrigen Mac n' Cheese ass. Ich war ziemlich stolz auf mich, als mein Gastvater den ganzen Teller aufass und dann noch mehr Pasta geschöpft hatte. Denn normalerweise hat mein Gastvater keinen grossen Appetit. Danach schauten wir ein wenig fern und da ich mich nicht so gut fühlte, ging ich in mein Zimmer und schaute Netflix auf dem Laptop. Am Dienstag hatten wir ein Softballspiel in Twin Valley. Eigentlich war geplant, dass das Spiel in Ada stattfinden würde, aber aufgrund des Wetters war das Feld nass und matschig. Zudem war es sehr kalt und alle Wettkämpfe für andere Sportarten wurden abgesagt. Ich hatte riesige Kopfschmerzen, aber ich wollte das Spiel nicht verpassen, da ich sowieso bereits vier Trainings absagen musste. Nun zum Spiel: Es verlief ziemlich schlecht. Ich spielte für Junior High und wir spielten insgesamt fünf Innings. Als ich dran war mit dem Schlagen, kam der Ball sehr schnell auf mich zu und traf mich am Kopf. Zum Glück trug ich einen Helm und es schmerzte nicht allzu sehr. Ich war nur ein wenig geschockt. In drei Games wurde ich bereits zwei mal getroffen. Nach dem Spiel schauten wir uns das JV-Spiel an. Auch sie verlierten. Und wir froren auf der Bank. Um sieben Uhr konnten wir endlich mit dem Bus zur Schule fahren und meine Gasteltern holten mich ab. Zu meiner Überraschung kochte mein Gastbruder Essen für uns und es war super lecker. Danach musste ich mit dem Packen beginnen, da ich am nächsten Tag nach Arizona fliegen würde. Am Mittwoch mussten alle Juniors die ACT-Prüfung schreiben. Aufgrunddessen konnte ich in einigen Stunden einfach Hausaufgaben machen. Um 13:15 holte mich meine Gastmutte ab, um mich zur Friseurin zu begleiten. Sie schnitt etwa fünf Zentimeter ab und schnitt mein Haar ein wenig dünner. Danach fuhr meine Gastmutter mich nach Hause, während sie ins Büro ging. Ich rufte meine Eltern an bevor ich zu Ende packte. Danach kam der Hundehüter vorbei, damit er vollständig informiert ist. Währenddessen kochte ich unser Abendessen. Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zum Flughafen.


...Mehr zu unserem Trip kommt in einem separaten Post :)

Mittwoch, 19. April 2017

Woche #12

Schulwoche #12
Diese Woche habe ich am Freitag kein Schule, da dann Ostern ist. Eigentlich hätten wir auch am Montag keine Schule, aber weil das Frauenbasketballteam ein Spiel in Minneapolis hatten und wir an jenem Tag frei hatten, müssen wir den Ostermontag dafür aufgeben.

Dieser Montag war ein typischer Montag. Aus irgendeinem Grund war ich ganz und gar nicht motiviert und meine Laune war am Boden. Während der Englischstunde erhielten wir die Resultate des ACTs. Obwohl ich mir nachdem ersten Test gar keine Mühe mehr gegeben habe, erzielte ich überraschenderweise trotzdem 23 Punkte, was über den Durchschnitt war. Das Softballtraining am Montag war sehr frustrierend. Obwohl wir bereits vier Wochen trainiert haben, habe ich das Gefühl, als wüsse ich nichts über Softball. Und mein erstes Spiel ist am Dienstag. Jedenfalls lief ein Mädchen in mich hinein und meine Nase schmerzte sehr danach. Das und das kalte Wetter verschlechterte meine Laune noch mehr. Zuhause assen wir Abendessen und danach schlug mein Gastbruder vor, Softball zu üben. Eigentlich hatte ich überhaupt keine Lust, aber ich wusste, dass es eine gute Chance ist. Und es brachte tatsächlich etwas. Ich merkte den Unterschied nach einigen Versuchen. Zudem fühlte ich mich viel sicherer danach. Am Dienstag war mein erstes Spiel. In den ersten vier Innings sass ich auf der Bank und beobachtete das Spiel. Ehrlich gesagt, war ich sehr froh darüber. Während dieser Zeit habe ich wahrscheinlich mehr über Softball gelernt, als in den letzten drei Wochen. Ich lernte die Regeln kennen und konnte mich in Situationen hineinversetzen. Nach vier Innings spielte ich Right Field, was ziemlich einfach war, weil kein Ball zu mir kam. Die Nervosität steigte, als ich den Ball schlagen musste. Obwohl ich den Ball nicht traf, war es eine gute Erfahrung. Wir gewannen das Spiel trotzdem und geniessten die Zeit gemeinsam. Nachdem Spiel assen wir und gingen ins Bett. Am Mittwoch, nach dem Softball, bestellten wir Pizza von West Maine und brachten es nach Hause. Zudem holte meine Gastmutter das zweite Prom-Dress von einer Freundin ab. Da mein Gastvater eine Unterschrift von meiner Gastcousine aus geschäftlichen Gründen brauchte und ich mich nicht für ein Kleid entscheiden konnte, fuhren wir nach dem Essen zu ihr, damit sie mir mit der Entscheidung helfen konnten. Ich zog die zwei Kleider an, während meine Gastcousine Cookies für Ostern backte. Obwohl sie genauso unentschlossen waren, habe ich eine Entscheidung getroffen. Am Donnerstag half meine Gastmutter in der Schule aus und am Nachmittag hatte ich ein Softballspiel gegen East Grand Forks. Als wir vor dem Spiel trainierten, beobachteten wir das andere Team und merkten, dass wir keine Chance hatten. Das Team war sehr gut. Zudem hatten wir einen anderen Coach, da unser übliche Coach aus familiären Gründen nicht kommen konnte. Wie erwartet verlief das Spiel sehr schlecht. Umso grösser war die Freude und Schock, als ein Mädchen aus unserem Team ein Homerun erzielen konnte. Zusätzlich wurde ich beim Schlagen vom Ball getroffen und durfte zur second Base laufen. Es schmerzte zwar, aber zumindest kam ich bis zur zweiten Base bevor das Spiel zu Ende war. Nachdem Spiel gingen wir zur Bar, assen Tacos und meine Gastmutter & ich liefen nach Hause, während mein Gastvater ein Meeting über das Schulproblem hatte. Zu Hause bereitete ich die Rechnungen für die Kunden meines Gastvaters vor, damit sie am nächsten Tag verschickt werden können.


Wochenende
Am Freitag hatte ich keine Schule und half stattdessen im Büro meines Gastvaters. Kurz nach Mittag fuhren wir nach Moorhead, assen Mittag in Duane's Pizza und ich ging mit meiner Gastmutter shoppen in einem Thrift Store. Ich brauchte Kleider für unsere Ferien in Arizona/Vegas nächste Woche. Ich kaufte etwa zehn Sachen für circa 60 Dollars, was ein ziemlich guter Deal ist. Nachdem Shoppen holten wir uns Eis (mein erster Dilly Bar) für die Fahrt nach Detroit Lakes. Da wir dieses Mal beide Schlüssel dabei hatten, wollten wir ein weiteres Mal unseren Camper besuchen. Als wir dort ankamen, funktionierten jedoch beide Schlüssel nicht. Nur der Schlüssel für den schmalen, kleinen Abstellraum funktionierte. Weil nur Holzplatten den Abstellraum vom grossen Schlafzimmer trennen, schlug mein Gastvater eine Holzplatte ein und ich kroch in den Camper hinein. Aber auch von Innen konnten wir die Türe des Campers nicht öffnen. Schlussendlich rufte mein Gastvater das Unternehmen an, welches dem vorherigen Besitzer den Camper verkauft hatte. Glücklicherweise konnte der Chef des Unternehmens das Schloss auswechseln, obwohl wir kurz vor Ladenschluss angerufen hatten. Nun all diesen Misserfolgen konnten wir endlich den Camper durch die Türe betreten. Wir schauten uns alles genau an, damit wir auch nach unserem Arizona/Vegas-Trip mit dem Campen beginnen können. Obwohl noch sehr viel fehlt, freue ich mich bereits sehr auf das Campen. Danach machten wir uns auf den Rückweg. Auf dem Weg nach Hause hielten wir in Moorhead an, um Freunde meiner Gastmutter zu treffen. Als wir nach Hause kamen, war bereits elf Uhr und ich schlief sofort ein. Am Samstag gingen wir um neun Uhr zur Kirche für eine Ostern-Veranstaltung. Es gab einen Rundlauf mit verschiedenen Posten über die Geschichte von Ostern. Ich nahm am ersten Rundlauf teil. Bei meinem Rundlauf waren nur ältere Menschen dabei, was das Ganze ein wenig lächerlich machte. Aber für die Kinder war es sicherlich eine gute Sache. Mein Gastvater musste sein Spiel für fünf Gruppen präsentieren und als er fertig war, konnten wir endlich Pancakes essen. Nachdem wir die Kinder bei der Eiersuche beobachteten, gingen wir nach Hause und ich kochte selbstgemachte Macaroni and Cheese, das wir am Sonntag zum Osternessen mitbringen werden. Das dauerte etwa eine Stunde, da ich für 24 Personen kochen musste. Danach entspannte ich mich im Whirlpool, während meine Gastmutter "Orange is the New Black" schaute. Da das Wetter sehr schön war, ging ich nach draussen und las "And Then There Were None". Kurz danach, kamen auch meine Gasteltern und ich half ihnen mit Gartenarbeit. Da in der Bar "the Cropdusters" auftraten, gingen wir am Abend dorthin. Leider war es ganz und gar nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Musikgenre der Band war nicht wirklich passend und die Bar war ziemlich leer. Als wir nach Hause kamen, war ich sehr müde und ging ins Bett. Aber kurz bevor ich einschlief, weckte mich meine Gastmutter, da ihr Laptop verschwunden ist. Ich war zu müde, um wirklich darauf zu reagieren. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass jemand einbrach. Trotzdem rief meine Gastmutter die Polizei an. Nach dieser Aktion konnte ich kaum schlafen. Am nächsten Tag war Ostern. Und der Tag hätte nicht besser beginnen können. Ein Polizist kam am morgen, um uns einige Fragen über den Laptop zu stellen. Mein Gastvater, wie auch mein Gastbruder, war sehr genervt darüber, da alle unsere Nachbarn nun davon wissen würden. Sobald der Polizist das Haus verliess, suchte mein Gastbruder nach dem Laptop und tatsächlich fand er es unter einem Kleiderstapel. Nun waren sie nicht nur genervt, sondern wütend. Und das an Ostern. Trotz allem, fuhren meine Gasteltern und ich nach Fargo, um die Familie meiner Gastmutter zu treffen. So viele Menschen waren dort und es gab sehr viel zu essen. Ich konnte mich nicht einmal bei Allen vorstellen, da zu viele dort waren. Ich hätte mir die Namen sowieso nicht merken können. Obwohl wir nicht zu Hause waren, war die Stimmung angespannt. Deshalb fuhren wir nach anderthalb Stunden zurück nach Hause. Da ich am vorherigen Tag kaum schlafen konnte, machte ich ein Nickerchen für circa zwei Stunden. Als ich aufwachte, sah ich die Nachricht, dass unser Golf Cart nach langem Reparieren endlich funktioniert. Also fuhren mein Gastvater und ich in Hendrum herum, was sehr viel Spass machte. Als wir nach Hause kamen, ging meine Gastmutter zu ihrer Freundin, während mein Gastvater und ich zurückblieben. Wir schauten Baseball und später ging ich in den Whirlpool, um mich zu entspannen. Nachdem ich geduscht und mich umgezogen hatte, half mir mein Gastvater den Whirpool zu bedecken. Aber der Deckel war so schwer, dass ich mit meinen Kleidern in den Whirlpool fiel, was ziemlich lustig war. Nachdem meine Gastmutter zurück kam, ging ich ins Bett.


Montag, 10. April 2017

Woche #11

Schulwoche #11
Am Montag holte mich meine Gastmutter von der Schule ab und als wir nach Hause kamen, schlug mein Gastbruder vor, Mexikanisch zu kochen. Geplant war, um sieben Uhr zu essen, aber mein Gasvater brauchte seine Hilfe mit dem Golfauto. Aus irgendeinem Grund dauerte es sehr lange und sogar nachdem meine Gasteltern mit ihrem DVD-Training fertig waren, hatte er noch nicht mit dem Kochen angefangen. Schlussendlich fing er um acht Uhr mit dem Kochen an. Ich schnitt das Gemüse für ihn und wir assen etwa um neun Uhr abends. Das Essen war zwar gut, aber viel zu scharf. Es brachte mich zum Schwitzen und sogar nach dem Essen spürte ich die Schärfe in meinem Körper. Um zehn Uhr ging ich dann ins Bett, während meine Gasteltern zum ersten Mal, seit ich hier bin, ihren Whirlpool benutzten. Am Dienstag war die Sonne von Wolken bedeckt und der Wind blies sehr stark. Während dem Softball, froren wir alle und konnten und kaum bewegen. Einige hatten sogar nur T-shirts und Shorts an. Nachdem Training holten mich meine Gasteltern ab und wir kauften einige Zutaten für ihr "After-Funeral-Hot-dish" ein. Dafür braucht man Tomatensauce, Ketchup, Macaroni-Pasta, Mais und Käse. Man mischt alles zusammen und backt es für 20 Minuten. Nachdem Essen fuhren wir zu einer Freundin und ich probierte die Prom-Kleider ihrer Tochter an. Sie waren ein wenig zu lang, aber ansonsten passten sie wie angegossen. Obwohl ich Kleider ganz und gar nicht mag, fühlte ich mich sehr wohl in den Kleider und sie gefielen mir sehr. Am Mittwoch geschah eigentlich nichts. Ich kam nach Hause, wir kochten und assen, als mein Gastvater von Moorhead zurückkam. Meine Gastmutter trainierte mit der DVD und am Abend schauten wir zwei Folgen von "My name is Earl". Am Donnerstag hatte ich kein Softball, da das Varsity und Junior High Team ein Game hatten und die Coaches mit ihnen beschäftigt waren. Also fuhr ich mit dem Schulbus nach Hause und sah, dass meine Gastmutter die Veranda und den Garten für den Frühling vorbereitete. Wir entfernten die toten Pflanzen und den Laub, stellten die Stühle und Tische auf und putzten alles. Nach etwa zwei Stunden konnten wir endlich Grilled Cheese essen und dann geniessten wir den Whirlpool für eine halbe Stunde. Obwohl ich wusste, dass sie einen Whirlpool besitzen, benutzten wir ihn nie. Aber es fühlte sich richtig schön an und ich konnte danach auch besser einschlafen. Am Freitag waren alle Juniors mit ACT-Vorbereitungsprüfungen beschäftigt. Obwohl sie für mich eigentlich gar nicht obligatorisch ist, schrieb ich sie trotzdem, da ich sonst den ganzen morgen lang nur Study Halls hätte.

Wochenende
Nach dem Softball brachte mich meine Gastmutter nach Hause und als ich mich umgezogen hatte, war es schon wieder Zeit zu gehen. Wir fuhren nach East Grand Forks, um den fast gleichaltrigen Neffen meines Gastvaters und dessen Familie zu treffen. Nach etwa einer Stunde kamen wir im Restaurant, Blue Moose, an. Kurz danach kamen sie auch an und obwohl das Restaurant sehr voll war, erhielten wir nach etwa 15Minuten einen Tisch und wir bestellten unser Essen. Das Restaurant hatte kaum vegetarische Optionen. Ich bestellte Hummus mit Gemüse und Pita, was schlussendlich ganz und gar nicht das war, was ich mir vorgestellt hatte. Alles, was ich bekam war Sellerie (ew), Brokkoli, Humus und Pitas. Jedenfalls war die Familie sehr nett und nach dem Essen, gingen wir zu ihnen nach Hause. Ihr Haus ist riesig. Während mein Gastvater sich in der Bar im Untergeschoss mit seinem Neffen unterhielt, unterhielten sich die Frauen im Wohnzimmer über alles Mögliche. Vor allem aber über die Schule, da der Neffe der ehemalige Superintendent ist und seine Frau dort als Lehrerin arbeitete. Zudem hatte sie uns auch von den ehemaligen Austauschschülern erzählt, mit denen sie eine sehr gute Beziehung hat. Um elf Uhr fuhren wir dann nach Hause und gingen sofort ins Bett, als wir nach Hause kamen. Am Samstag morgen wachte ich um fünf Uhr morgens auf und konnte trotz mehrfachen Versuchen nicht mehr einschlafen. Ich rufte meine Eltern an und telefonierte mit ihnen für etwa dreissig Minuten. Danach zog ich mich um und ging nach draussen. Ich kaufte Briefmarken und versuchte Geld von meiner Travel Cash Karte am ATM abzuheben, was tatsächlich funktionierte. Danach trafen wir meine Gastschwester, ihren Freund und Mutter im Restaurant, Granite City, in Fargo. Sie hatte nämlich am Tag davor Geburtstag und da sie an jenem Tag mit ihren Freunden ausging, feierten wir ihren Geburtstag am Samstag. Wir bestellten unser Essen und wie auch im Blue Moose, war ich in meinen Optionen sehr limitiert. Ich bestellte den Haus Salat, der ziemlich gut war. Ehrlich gesagt, fühlte ich mich ein wenig Fehl am Platz, da sie ständig von Sachen erzählten, bei denen weder ich noch meine Gastmutter dabei waren. Auch meine Gastschwester war sehr erschöpft, da sie die ganze Nacht durch Party machte. Nach dem Essen fuhren wir nach Detroit Lakes, um Fotos vom Camper zu machen. Zuerst fuhren wir durch Downtown Detroit Lakes und im Kino war Tag der Schlümpfe und da meine Gastmutter eine riesige Sammlung von Schlümpfe hat, wollte sie den verkleideten Schlumpf sehen. Aber als wir ankamen, machte der Schlumpf gerade Pause und er würde erst in einer Stunde wieder kommen. Wir liefen herum, gingen in einige Läden, aber mein Gastvater hatte starke Bauchschmerzen. Also gingen wir zum Camper und trafen auch unsere "Camper-Nachbarn", die sehr nett waren und uns über das Campen informiert hatten. Als wir jedoch versucht hatten den Camper zu öffnen, funktionierte der Schlüssel für ein Schlüsselloch nicht. Wir kauften sogar Silikonspray, aber es funktionierte trotzdem nicht. Also fuhren wir wieder nach Hause und ich ging in den Whirlpool. Danach schauten wir fern und gingen schlafen. Am Sonntag war unser Ruhe-Tag. Als mein Gastvater zur Kirche ging, dekorierten wir den Garten bis es zu kalt für uns wurde und wir zurück ins Haus gingen. Daraufhin besuchten meine Gasteltern den Bruder im Altersheim. Ich ging nicht mit, da ich nicht genau wusste, ob ich überhaupt erwünscht bin. Jedenfalls schaute ich währenddessen Softballvideos auf Youtube an. Als sie zurückkamen, war es Zeit für Mittagessen. Mein Gastvater hat am Montag einen Termin für eine Magendurchsuchung. Deshalb durfte er nichts essen und musste sehr viel Flüssigkeit einehmen. Danach halfen meine Gastmutter und ich in der Kirche aus. Wir mussten, wie letztes Mal, Lebensmittel einräumen. Das dauerte etwa eine Stunde. Zuhause schauten wir zwei Filme.
Film #1 war Grace from Monaco und #2 war Girl on The Train. Ich freute mich sehr auf den zweiten Film und er enttäuschte mich auch nicht. Sehr aufregend! Danach ging ich ins Bett.


Montag, 3. April 2017

Woche #10

Schulwoche #10
Diese Woche ist endlich wieder eine normale Schulwoche. Zumindest für mich. Denn die meisten Seniors und einige Juniors flogen nach Washington D.C. Eine Reise, die sie schon vor Jahren geplant haben und Geld gesammelt haben. Also sollte diese Woche nicht allzu anstrengend sein. Am Montag fiel die Trigonometrie-Stunde aus, weil die Lehrerin nicht da war und keine Ersatzlehrerin vorhanden war. Also sassen wir in der Cafeteria und hatten sozusagen eine Freistunde. Weil so viele Schüler fehlten, gaben sich die Lehrer auch nicht wirklich Mühe etwas vorzubereiten. In Biologie schauten wir "Jaws" und in Chemie hatten wir eine weitere Freistunde. Dafür war das Softballtraining umso anstrengender. Dieses Mal war das Training in Ada und wir trainierten ganze zwei Stunden lang. Wir trainierten sogar mit Gewichten. Nachdem Training war ich sehr müde und hatte riesigen Hunger. Wir assen Kartoffeln, Mais und Brot. Danach las ich mein Buch und ging schlafen. Am Dienstag holte mich mein Gastvater ab und als ich nach Hause kam, war das Essen bereits zubereitet. Zudem ist mein älterer Gastbruder von Kalifornien zurückgekommen, was mich ein wenig überrascht, da es hier nichts für ihn zu machen gibt. Jedenfalls mussten wir uns beeilen, denn es gab ein riesiges Treffen über die Schule. Dieses Mal wurde aber auch abgestimmt. Ich durfte auf den Sohn meiner Gastcousine aufpassen. Wir spielten Basketball, Quick Cups und schauten fern bis seine Eltern etwa um 21:30 nach Hause kamen und mich nach Hause brachten. Am Mittwoch war es ziemlich am Morgen. Für die Sophmors gab es eine Vorbereitung für ihre Abschlussprüfung, was dazu führte, dass ich ganz alleine im Zeichnen war. Auch geschah etwas ziemlich Peinliches: Nach der zweiten Lektion, Foods, ging ich zur Art-Klasse, sah jedoch, dass niemand dort war und fragte die Foods-Lehrerin, wo die Lehrerin sei. Da alle Sophmors noch mit der Prüfung beschäftigt waren, dachte ich, dass ich einfach Eine Freistunde hätte. Zum Glück fragte mich ein Mädchen, ob ich nicht Englisch hätte. Nach dem Softball brachte mich meine Gastmutter nach Hause. Da die Bar eine Spezialwoche hat und sie an diesem Tag drei Tacos für $6 anboten, schlug meine Gastmutter vor, Tacos zu bestellen. Ich freute mich riesig, weil ich noch nie Tacos hatte. Meine Gastmutter und ich holten sie ab und als wir die Box öffneten, war ich leicht enttäuscht. Die Tacos waren sehr klein und sie benutzten keine harte Schale, sondern nur Fajitas. Wir bestellen 3 Boxen mit je 3 mini Tacos und mein Gastbruder ass vier Tacos, was meine Gastmutter ganz und gar nicht erfreut hat. Zudem ass er alle Früchte auf. An diesem Donnerstag erreichte ich die Mitte meines Austauschprogtamms. Schon seit 69 Tage verbringe ich mein Leben in Minnesota und in 68 Tagen werde ich im Flieger sitzen, um wieder nach Hause, in die Schweiz, zurückzukehren. Einerseits habe ich das Gefühl, dass die Zeit zu langsam vergeht, andererseits kann ich nicht glauben, dass ich bereits in der Hälfte angekommen bin. Nun, an jenem Tag konnten wir endlich draussen Softball spielen. Obwohl es anfangs ein wenig kühl war, fühlte es sich mit der Zeit richtig schön an. Wir übten alles Mögliche: Fangen, Werfen und Schlagen. Draussen gefiel es mir viel besser und die Zeit verging viel schneller. Am Abend war weder mein Gastvater noch mein Gastbruder zu Hause. Eigentlich war praktisch nichts los. Wir schauten fern und ich suchte nach Schuhe online.

Wochenende
Am Freitag nach dem Softball brachte mich eine Freundin meiner Gastmutter nach Hause. Ehrlich gesagt war es mir ein wenig unangenehm, da sie kaum mit mir sprach. Sie wirkte auch nicht sehr erfreut, dass ich in ihrem Auto sass. Oder vielleicht war es nur meine Wahrnehmung. Als ich zu Hause ankam, war zu meiner Überraschung niemand da. Also ging ich duschen und zog bequeme Kleider an. Kurz nachdem, schrieb mir meine Gastmutter eine SMS und sagte, sie seien in der Bar und wenn ich Lust hätte, solle ich auch kommen. Also ging ich zur Bar, die ziemlich voll war. Ich sprach mit verschiedenen Menschen, aber die meiste Zeit verbrachte ich mit Connor, der Junge, auf den ich ab und zu aufpasse. Wir spielten Jenga und einige Kartenspiele. Danach schlug meine Gastmutter vor, dass ich mit ihm nach Hause gehen könne und die Erwachsenen ins Casino gehen würden. Die Mutter von Connor war jedoch zu müde und wollte nach Hause gehen. Um 20:30 gingen wir nach Hause und meine Gasteltern machten sich auf dem Weg nach Mahnomen, ins Casino. Ich rufte meine Tante an, die für den ersten Todestag meiner Grossmutter nach China flog. Die Zeitdifferenz zwischen Minnesota und Shantou liegt bei 13 Stunden! Also war es etwa zehn Uhr morgens bei ihnen als ich um neun Uhr abends anrief. Nach 45 Minuten hörte ich, dass meine Gasteltern bereits wieder zurückgekehrt waren, was mich sehr verwirrt hatte. Anscheinend hatten sie sich gestritten und kamen nach Hause. Der Rest des Abends verbrachten wir mit dem Fernseh. Am Samstag morgen war eigentlich der Plan zu eine Craft Fair in Ada zu gehen, aber die Schwägerin meines Gastvaters lud uns für Kaffee ein. Also gingen wir dorthin und wir unterhielten uns über das Schulproblem und über den Bruder meines Gastvaters, der aufgrund eines Herzinfarkts im Altersheim ist. Obwohl kaum was dazu sagen konnte, geniesste ich den Kaffee und den Toast. Nachdem gingen wir nach Hause und meine Gasteltern besuchten den Bruder im Altersheim, während ich meiner Freundin telefoniert habe. Nach einer Stunde kamen sie zurück, wir assen Mittag und schon waren meine Gasteltern wieder weg. Da meine Gasteltern am Freitag nicht ins Casino gingen, gingen sie am Samstag. Ich, hingegen, ging nach draussen, lief herum und machte Fotos, um einige Erinnerungen festzuhalten. Zudem traf ich einige Nachbaren, mit denen ich ein paar Worte wechselte. Am Nachmittag rief ich meine Mutter an und sprach mit ihr für etwa 90 Minuten. Dann schaute ich ein wenig fern und um 19:30 ging ich zur Bar, da meine Gastcousine mich fragte, ob ich auf Connor aufpassen könne. Eigentlich wollte sie mich um 19:30 abholen, aber der Foodtruck, der von der Bar angestellt wurde, kam eine Stunde zu spät. Also ging ich zur Bar, Connor ass seinen Hot Dog und danach gingen wir zu ihm nach Hause. Ich musste kaum was machen, denn als er fertig war mit Aufräumen und Duschen, war bereits Zeit zum Schlafen. Seine Eltern kamen etwa um Mitternacht nach Hause und bis dahin schaute ich "Grace and Frankie" auf Netflix. Am Sonntag fuhren wir nach Fargo und assen Mittag in Mangos, da meine Gasteltern am Tag davor keinen Verlust im Casino gemacht haben. Nach dem Essen kauften wir Nahrungsmittel im Walmart ein und weil meine Gastmutter ziemlich ungeduldig ist, wollte sie alles am Self-Checkout machen. Sie übernahm das Scannen und wir packten die Sachen ein. Wie bereits gesagt, war sie ein wenig ungeduldig und merkte nicht, dass sie einige Sachen zweimal gescannt hat, was den ganzen Einkauf ein wenig teurer machte. Nach dem Einkaufen, suchte meine Gastmutter aus Spass nach Häuser, die erwerbbar sind. Meine Gastmutter wünscht sich nämlich irgendwann mal auszuziehen. Jedenfalls gab es für zwei Häuser Open Houses. Das erste war ein wunderschönes riesiges Haus und das zweite war ein Condo, was verglichen zum ersten, nur mittelmässig war. Aber das erste Haus war auch um einiges teurer. Danach machten wir uns auf den Weg nach Hause und schauten fern. 




(oben, links: Amber Alert ist eine Notifikation, die an jedes Telefon geht, wenn ein Kind verloren geht; http://minnesota.cbslocal.com/2017/03/28/child-missing-stabbing-south-mpls/ )

Montag, 27. März 2017

Woche #9

Genau vor zwei Monaten flog ich hierher. Obwohl ich das Gefühl habe, nicht viel sei in dieser Zeit passiert, ist mir bewusst, dass das wahrscheinlich nicht wahr ist. Zwei Monaten lang habe ich nicht mit meiner Familie von Angesicht zu Angesicht geredet. Ich vermisse sie sehr, aber ich vermeide daran zu denken, da ich eine möglichst schöne Zeit hier habe.


Schulwoche #9 

Am Montag hatte ich zum ersten Mal ein richtiges Softballtraining. Ich war sehr verunsichert, aber im Allgemeinen gefiel es mir. Was mich sehr nervt, ist die ständige Suche nach jemanden, der mich nach Hause fahren kann. Da ich jeden Tag nach der Schule Training habe, kann ich nicht mit dem Bus nach Hause fahren. Und meine Gasteltern sind auch manchmal beschäftigt. Heute beispielsweise musste eine Freundin aus dem Altersheim mich nach Hause fahren, weil meine Gasteltern an einer Beerdigung waren. Jedenfalls war ich froh, dass ich nicht die einzige war, die noch nie Softball gespielt hat. Ich lernte drei andere Mädchen kennen, die keine Erfahrungen haben. Dank ihnen fühlte ich mich nicht mehr so ausgeschlossen. Zu Hause machte ich mir Nudeln und schaute Netflix. Am Dienstag musste meine Gastmutter wieder an eine Beerdigung. Nach dem Softballtraining holten mich wieder die Freundin aus dem Altersheim ab und brachte mich nach Hause. Überraschenderweise sah ich mein Gastvater in der Küche. Am kochen. Eigentlich war ich mir ziemlich sicher, dass ich diejenige sein werde, die kochen würde. Aber mein Gastvater bereitete seine Spezialität zu: Mac and Cheese aus der Box. Obwohl es sehr einfach ist, bin ich froh, dass er sich überhäupt die Mühe gibt, etwas zu kochen. Danach ging mein Gastvater zu einer Konferenz über das Schulproblem im Nachbarsdorf. Da praktisch jedes Elternpaar dorthin geht, fragte mich meine Gastcousine, ob ich wieder auf ihren Sohn aufpassen könne. Also holte sie mich um 19:30 ab und wir spielten einige Spiele bis er ins Bett musste. Meine Gastmutter holte mich dann um 21:45 ab. Zu Hause erledigte ich meine Hausaufgaben und ging ins Bett. Meine Gastmutter hatte Geburtstag am Mittwoch. Nach dem Softballtraining holten mich meine Gasteltern ab und wir fuhren direkt nach Fargo, um im Restaurant "Olive Garden" zu essen.


Wochenende
Nachdem wir nach Hause kamen, musste ich meine Koffer für die Reise mit FCCLA nach Bloomington. Der Chef der Bank in meinem Dorf übernahm die Kosten für die Reise, da er von meinen Problemen mit meiner Debitkarte wusste. Ich war sehr überrascht und fühlte mich sehr geehrt, als ich davon gehört habe. Am Donnerstag ging es dann los. Meine Gastmutter fuhr mich um sieben Uhr morgens zur Schule und es dauerte etwa fünf Stunden mit dem Schulbus bis wir ankamen. Zum Glück sagte ein Mädchen ab, sodass meine Freundin ihren Platz übernehmen konnte, denn andernfalls hätte ich wohl niemanden richtig gekannt. Wir waren die einzigen dort, die keinen "Star-Event" vorbereitet hatten. Also fühlten wir uns ein wenig nutzlos und am falschen Ort, aber wir geniessten unsere Zeit gemeinsam. Wir teilten ein Zimmer im Doubletree Hotel mit zwei andere Mädchen, die aber am Freitag für ein anderes Fest irgendwo hinfahren mussten, sodass wir das Zimmer für uns hatten. Wir assen Mittag, machten uns bequem in unserem Zimmer und verpassten sogar das erste (freiwillige) FCCLA-Meeting. Um 4:30 nachmittags gab es ein weiteres FCCLA-Meeting, das jedoch obligatorisch ist. Anfangs war es relativ spannend, aber mit der Zeit verlor ich die Konzentration und hörte nicht mehr zu. Zudem hatten wir alle riesigen Hunger, da es bereits sechs Uhr Abends war. Nach dem Meeting bestellten wir uns eine Pizza-Box von Pizza Hut. Als unsere Bestellung endlich ankam, hatten wir etwa zehn Minuten Zeit bis zum nächsten regionale Meeting. Also beeilten wir uns, fingen mit dem Essen an und gingen zum Meeting. Meiner Meinung nach, war es reine Zeitverschwendung. Es war ziemlich langweilig und die Repräsentanten unserer Region waren nicht sehr professionell. Nachdem wir unsere Breadsticks, Pizza und Zimtstangen assen, zogen wir unsere Schwimmkleider an und entspannten uns im Whirlpool. Um elf Uhr machten wir uns auf den Weg zurück in unser Zimmer, da die Nachtruhe um 11:30 war. Unsere Zimmergenossinnen schliefen sofort ein, während meine Freundin und ich immer wieder einen Grund fanden, nicht zu schlafen. Am nächsten Morgen mussten wir uns bereit machen für ein weiteres Meeting. Nach dem Meeting mussten alle ihre Star-Events präsentieren. Da wir sowieso nichts zu tun hatten, meldeten wir uns im Voraus für Water-Aerobics an, welches kurz nach dem Meeting stattfand. Es dauerte etwa 30 Minuten und war ganz und gar nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Es war sehr einfach und wir bewegten uns kaum. Jedenfalls gingen wir später in den Whirlpool bis unsere Lehrerin uns eine SMS schickte und uns bekannt gab, dass wir später ins Einkaufzentrum gehen würden. Wir dachten, dass sie damit Mall of America meinte, aber wir lagen falsch. Wir gingen in ein Einkaufszentrum in Edina. Es war ziemlich klein und mit der Zeit wurde es langweilig. Überdies hatten wir Hunger, aber da wir alle gemeinsam in Cheesecake Factory essen würden, mussten wir bis um vier Uhr nachmittags warten. Ich kaufte nur einige Postkarten, aber meine Freundin kaufte wunderschöne Michael Kors-Sonnenbrillen. Nach langem Warten war es endlich Zeit für unser Essen. Das Restaurant war ziemlich teuer. Ich bestellte einen Falafel-Salat, der verglichen zum Preis nur durchschnittlich war. Vor allem war er geschmacklos, bevor ich nach Ranch-Dressing gefragt habe. Wie der Name sagt, ist das Restaurant bekannt für seinen Cheesecake. Leider war ich jedoch zu voll, um einen Cheesecake zu bestellen und im Hotel gab es leider keinen Kühlschrank, um den Kuchen zu lagern. Aber meine Freundin bestellten einen Sundae + Kuchen und da sie nur die Hälfte des Kuchens mochte, gab sie mir den Rest. Obwohl das Essen nur durchschnittlich war, der Kuchen war unbeschreiblich gut. Er hatte der perfekte Geschmack und die perfekte Konsistenz. Ich kann mich nicht an keinen besseren Kuchen erinnern. Danach fuhren wir zurück zum Hotel für ein weiteres Meeting.Für dieses Meeting mussten wir uns schick ankleiden, da es die Nacht der Awards war. Auch fand eine Dance-Party danach statt. Eine ehemalige Kandidatin von The Voice trat auf, Kat Perkins. Sie erzählte von ihren Träumen, die schlussendlich wahr wurden und sang uns auch ihre neue Single vor. Obwohl ich sie nicht kannte, war das ziemlich cool. Nach dem Meeting wollte unsere Leiterin Fotos machen. Meine Freundin und ich hatten überhaupt keine Lust auf die Dance-Party. Stattdessen gingen wir zum Whirlpool, da wir dachten, dass zu jener Zeit alle bei der Party wären und der Whirlpool leer wäre. Der Pool war zwar nicht so voll wie normalerweise, aber es gab einige, die wohl die gleiche Idee hatten. Unsere Ex-Zimmergenossinnen verliessen das Zimmer, als wir im Einkaufszentrum waren. Meine Freundin und ich waren sehr glücklich, dass wir endlich unser eigenes Bett bekamen. Der grösste Grund dafür war die Tatsache, dass sie in der vorherigen Nacht die ganze Decke zu sich nahm und ich am frieren war. Am nächsten Morgen mussten wir um sieben Uhr aufstehen, unsere Koffer packen & zum Bus bringen, und uns das letzte, zweistündiges Meeting anhören. Da es uns mit der Zeit zu langweilig war und wir Hunger hatten, gingen wir raus und assen Frühstück im Starbucks, welches sich im Hotel befindet. Nach dem das Meeting zu Ende war, gingen wir zum Bus und mussten auf gewisse Menschen warten. Ich war ein wenig genervt, da ich eigentlich um sechs Uhr babysitten müsste aufgrund des riesigen Steak Dinner in meinem Dorf. Wir kamen um 18:30 in Ada an und meine Gasteltern brachten mich nach Hause. Das Babysitten wurde aber kurz bevor ich ging abgesagt, was mich einerseits ein wenig genervt hat und andererseits war ich froh, da ich meine Sachen in Ruhe auspacken konnte.