Nun, es war schon immer mein Wunsch ein Austauschsemester zu machen. Doch das ist eindeutig einfacher gesagt, als getan. Man unterschätzt ein wenig die Vorarbeit, die man dafür leisten muss. Aber ich bin überzeugt, dass sich meine Mühe auszahlen wird.
Welche Organisation und welches Gastland?
Da viele aus meiner Klasse auch an einem Austauschjahr bzw. -semester interessiert sind, haben wir alle bereits früh mit der Suche nach einer passenden Organisation begonnen (Februar 2015). In meiner Schule werden oftmals Broschüren von verschiedenen Organisationen vergeben und in den Broschüren oder auch im Internet wird erklärt wie man sich kostenlos für ein Gespräch anmelden kann. Ich habe mich bei zwei Organisationen angemeldet, nämlich bei sts und into. Andere Organisationen kamen für mich gar nicht in Frage, denn ihre Programme sind um einiges teurer.
Ich hatte mich zu dieser Zeit noch nicht für ein Gastland entschieden. Ich war eigentlich für jedes Land offen, sofern es im Budget lag. In der engeren Wahl waren jedoch England, USA und Kanada. Schlussendlich habe ich mich für die USA entschieden, weil England mir doch ein wenig zu ähnlich und nah ist, und Kanada noch kostspieliger als die USA ist.
Gespräche mit sts und into
Meine Mutter hat mich zum ersten Gespräch mit sts in Zürich begleitet. Die Organisation wirkte auf mich sehr sympathisch und sie gaben sich auch Mühe mir das Ganze zu erklären. Fast alle Mitarbeiter waren dabei und hatten auch von ihren Erfahrungen erzählt. Also der erster Eindruck war top.
Etwa zwei Wochen später hatte ich mich dann mit einer Frau von der into Organisation in einem Restaurant in Rupperswil getroffen. Dieses Mal war meine ganze Familie dabei. Ehrlich gesagt, gefiel mir dieses Gespräch ganz und gar nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich das meiste schon beim anderen Gespräch mit sts gehört hatte oder dass die Arbeiterin von into ohne Begeisterung vom Austausch erzählt hatte. Auch hatte sie auf mich den Anschein, dass sie trotz ihres Alters sehr unerfahren ist. Doch die wichtigsten Informationen wurden immerhin übermittelt.
Entscheidung
Nun musste ich mich für eine Organisation entscheiden, denn beide Organisationen wollten sobald wie möglich eine Antwort erhalten. Obwohl mir das Gespräch mit sts viel mehr gefallen hat, habe ich mich trotzdem für into entschieden. Grund dafür, ist schlichtwegs der Preis. Zudem haben sich drei andere aus meiner Klasse auch für into entschieden und sie hatten Gespräche mit anderen into-Arbeitern und haben nur Positives von der Organisation und vom Gespräch erzählt.
Gerade nach dem Gespräch mit into, habe ich ein log-in für ein Portal auf der into-Webseite erhalten. Dort musste ich meine online-Application ausfüllen. Dazu gehören der Brief für meine Gasteltern, der Brief von meinen Eltern an meine Gasteltern, Arztzeugnisse und vieles mehr. Dafür hat man circa 30 Tage Zeit. Ich hatte mit meiner Online Application jedoch erst fünf Tage vor Abgabetermin angefangen, was ein grosser Fehler von mir war. Die Briefe an meine Gasteltern haben mich sicherlich am meisten Zeit gekostet.
Nach der Entscheidung
Nachdem ich die Online-Application abgegeben habe, folgte eine sehr lange Ruhezeit. In dieser Zeitperiode war ich auch ein wenig verunsichert, ob ich wirklich das Richtige getan habe. Fünf Monate weg von Zuhause zu sein, wird sicher nicht einfach. Aber sobald ich mit den anderen zukünftigen Austauschschülern geredet hatte, war meine Motivation wieder da.