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Mittwoch, 19. April 2017

Woche #12

Schulwoche #12
Diese Woche habe ich am Freitag kein Schule, da dann Ostern ist. Eigentlich hätten wir auch am Montag keine Schule, aber weil das Frauenbasketballteam ein Spiel in Minneapolis hatten und wir an jenem Tag frei hatten, müssen wir den Ostermontag dafür aufgeben.

Dieser Montag war ein typischer Montag. Aus irgendeinem Grund war ich ganz und gar nicht motiviert und meine Laune war am Boden. Während der Englischstunde erhielten wir die Resultate des ACTs. Obwohl ich mir nachdem ersten Test gar keine Mühe mehr gegeben habe, erzielte ich überraschenderweise trotzdem 23 Punkte, was über den Durchschnitt war. Das Softballtraining am Montag war sehr frustrierend. Obwohl wir bereits vier Wochen trainiert haben, habe ich das Gefühl, als wüsse ich nichts über Softball. Und mein erstes Spiel ist am Dienstag. Jedenfalls lief ein Mädchen in mich hinein und meine Nase schmerzte sehr danach. Das und das kalte Wetter verschlechterte meine Laune noch mehr. Zuhause assen wir Abendessen und danach schlug mein Gastbruder vor, Softball zu üben. Eigentlich hatte ich überhaupt keine Lust, aber ich wusste, dass es eine gute Chance ist. Und es brachte tatsächlich etwas. Ich merkte den Unterschied nach einigen Versuchen. Zudem fühlte ich mich viel sicherer danach. Am Dienstag war mein erstes Spiel. In den ersten vier Innings sass ich auf der Bank und beobachtete das Spiel. Ehrlich gesagt, war ich sehr froh darüber. Während dieser Zeit habe ich wahrscheinlich mehr über Softball gelernt, als in den letzten drei Wochen. Ich lernte die Regeln kennen und konnte mich in Situationen hineinversetzen. Nach vier Innings spielte ich Right Field, was ziemlich einfach war, weil kein Ball zu mir kam. Die Nervosität steigte, als ich den Ball schlagen musste. Obwohl ich den Ball nicht traf, war es eine gute Erfahrung. Wir gewannen das Spiel trotzdem und geniessten die Zeit gemeinsam. Nachdem Spiel assen wir und gingen ins Bett. Am Mittwoch, nach dem Softball, bestellten wir Pizza von West Maine und brachten es nach Hause. Zudem holte meine Gastmutter das zweite Prom-Dress von einer Freundin ab. Da mein Gastvater eine Unterschrift von meiner Gastcousine aus geschäftlichen Gründen brauchte und ich mich nicht für ein Kleid entscheiden konnte, fuhren wir nach dem Essen zu ihr, damit sie mir mit der Entscheidung helfen konnten. Ich zog die zwei Kleider an, während meine Gastcousine Cookies für Ostern backte. Obwohl sie genauso unentschlossen waren, habe ich eine Entscheidung getroffen. Am Donnerstag half meine Gastmutter in der Schule aus und am Nachmittag hatte ich ein Softballspiel gegen East Grand Forks. Als wir vor dem Spiel trainierten, beobachteten wir das andere Team und merkten, dass wir keine Chance hatten. Das Team war sehr gut. Zudem hatten wir einen anderen Coach, da unser übliche Coach aus familiären Gründen nicht kommen konnte. Wie erwartet verlief das Spiel sehr schlecht. Umso grösser war die Freude und Schock, als ein Mädchen aus unserem Team ein Homerun erzielen konnte. Zusätzlich wurde ich beim Schlagen vom Ball getroffen und durfte zur second Base laufen. Es schmerzte zwar, aber zumindest kam ich bis zur zweiten Base bevor das Spiel zu Ende war. Nachdem Spiel gingen wir zur Bar, assen Tacos und meine Gastmutter & ich liefen nach Hause, während mein Gastvater ein Meeting über das Schulproblem hatte. Zu Hause bereitete ich die Rechnungen für die Kunden meines Gastvaters vor, damit sie am nächsten Tag verschickt werden können.


Wochenende
Am Freitag hatte ich keine Schule und half stattdessen im Büro meines Gastvaters. Kurz nach Mittag fuhren wir nach Moorhead, assen Mittag in Duane's Pizza und ich ging mit meiner Gastmutter shoppen in einem Thrift Store. Ich brauchte Kleider für unsere Ferien in Arizona/Vegas nächste Woche. Ich kaufte etwa zehn Sachen für circa 60 Dollars, was ein ziemlich guter Deal ist. Nachdem Shoppen holten wir uns Eis (mein erster Dilly Bar) für die Fahrt nach Detroit Lakes. Da wir dieses Mal beide Schlüssel dabei hatten, wollten wir ein weiteres Mal unseren Camper besuchen. Als wir dort ankamen, funktionierten jedoch beide Schlüssel nicht. Nur der Schlüssel für den schmalen, kleinen Abstellraum funktionierte. Weil nur Holzplatten den Abstellraum vom grossen Schlafzimmer trennen, schlug mein Gastvater eine Holzplatte ein und ich kroch in den Camper hinein. Aber auch von Innen konnten wir die Türe des Campers nicht öffnen. Schlussendlich rufte mein Gastvater das Unternehmen an, welches dem vorherigen Besitzer den Camper verkauft hatte. Glücklicherweise konnte der Chef des Unternehmens das Schloss auswechseln, obwohl wir kurz vor Ladenschluss angerufen hatten. Nun all diesen Misserfolgen konnten wir endlich den Camper durch die Türe betreten. Wir schauten uns alles genau an, damit wir auch nach unserem Arizona/Vegas-Trip mit dem Campen beginnen können. Obwohl noch sehr viel fehlt, freue ich mich bereits sehr auf das Campen. Danach machten wir uns auf den Rückweg. Auf dem Weg nach Hause hielten wir in Moorhead an, um Freunde meiner Gastmutter zu treffen. Als wir nach Hause kamen, war bereits elf Uhr und ich schlief sofort ein. Am Samstag gingen wir um neun Uhr zur Kirche für eine Ostern-Veranstaltung. Es gab einen Rundlauf mit verschiedenen Posten über die Geschichte von Ostern. Ich nahm am ersten Rundlauf teil. Bei meinem Rundlauf waren nur ältere Menschen dabei, was das Ganze ein wenig lächerlich machte. Aber für die Kinder war es sicherlich eine gute Sache. Mein Gastvater musste sein Spiel für fünf Gruppen präsentieren und als er fertig war, konnten wir endlich Pancakes essen. Nachdem wir die Kinder bei der Eiersuche beobachteten, gingen wir nach Hause und ich kochte selbstgemachte Macaroni and Cheese, das wir am Sonntag zum Osternessen mitbringen werden. Das dauerte etwa eine Stunde, da ich für 24 Personen kochen musste. Danach entspannte ich mich im Whirlpool, während meine Gastmutter "Orange is the New Black" schaute. Da das Wetter sehr schön war, ging ich nach draussen und las "And Then There Were None". Kurz danach, kamen auch meine Gasteltern und ich half ihnen mit Gartenarbeit. Da in der Bar "the Cropdusters" auftraten, gingen wir am Abend dorthin. Leider war es ganz und gar nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Musikgenre der Band war nicht wirklich passend und die Bar war ziemlich leer. Als wir nach Hause kamen, war ich sehr müde und ging ins Bett. Aber kurz bevor ich einschlief, weckte mich meine Gastmutter, da ihr Laptop verschwunden ist. Ich war zu müde, um wirklich darauf zu reagieren. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass jemand einbrach. Trotzdem rief meine Gastmutter die Polizei an. Nach dieser Aktion konnte ich kaum schlafen. Am nächsten Tag war Ostern. Und der Tag hätte nicht besser beginnen können. Ein Polizist kam am morgen, um uns einige Fragen über den Laptop zu stellen. Mein Gastvater, wie auch mein Gastbruder, war sehr genervt darüber, da alle unsere Nachbarn nun davon wissen würden. Sobald der Polizist das Haus verliess, suchte mein Gastbruder nach dem Laptop und tatsächlich fand er es unter einem Kleiderstapel. Nun waren sie nicht nur genervt, sondern wütend. Und das an Ostern. Trotz allem, fuhren meine Gasteltern und ich nach Fargo, um die Familie meiner Gastmutter zu treffen. So viele Menschen waren dort und es gab sehr viel zu essen. Ich konnte mich nicht einmal bei Allen vorstellen, da zu viele dort waren. Ich hätte mir die Namen sowieso nicht merken können. Obwohl wir nicht zu Hause waren, war die Stimmung angespannt. Deshalb fuhren wir nach anderthalb Stunden zurück nach Hause. Da ich am vorherigen Tag kaum schlafen konnte, machte ich ein Nickerchen für circa zwei Stunden. Als ich aufwachte, sah ich die Nachricht, dass unser Golf Cart nach langem Reparieren endlich funktioniert. Also fuhren mein Gastvater und ich in Hendrum herum, was sehr viel Spass machte. Als wir nach Hause kamen, ging meine Gastmutter zu ihrer Freundin, während mein Gastvater und ich zurückblieben. Wir schauten Baseball und später ging ich in den Whirlpool, um mich zu entspannen. Nachdem ich geduscht und mich umgezogen hatte, half mir mein Gastvater den Whirpool zu bedecken. Aber der Deckel war so schwer, dass ich mit meinen Kleidern in den Whirlpool fiel, was ziemlich lustig war. Nachdem meine Gastmutter zurück kam, ging ich ins Bett.


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