Am Montag fuhr mich meine Gastmutter zur Schule, da sie in der Primarschule aushalf. Während der Biologiestunde, ging aus irgendeinem Grund der Feueralarm an und wir mussten alle aus dem Schulgebäude. Nach etwa fünf Minuten gingen wir wieder rein und fuhren ganz normal weiter. Nach der Schule gingen wir zum Dollar Store und kauften ein paar Sachen. Danach gingen wir zum Büro und ich durfte zum letzten Mal die bezahlten Rechnungen in den Computer eintragen, was mich ziemlich traurig machte. Zu Hause arbeitete ich an der American History Prüfung, die ich aufgrund unser Reise in Arizona/Vegas verpasste. Wir assen Abendessen und schauten The Voice später. Am Dienstag hatten wir ein Softball-game nach der Schule. Eigentlich war es ein JuniorHigh-Spiel, aber unser Coach sagte, alle seien willkommen. Also blieb ich nach der Schule und machte mich bereit für das Spiel. Als ich jedoch einen Blick auf die Mannschaftsaufstellung warf, sah ich, dass ich die zweite Ersatzspielerin spielen würde. Mir war klar, dass ich gar nicht zum Spielen kommen würde. Ich würde lügen, würde ich sagen, dass ich nicht enttäuscht war. Ich fühlte mich ein wenig nutzlos und freute mich aufs Nachhausegehen. Glücklicherweise konnte die Mutter einer Freundin mich nach Hause bringen. Nachdem wir assen, hing mein Gastbruder Lichterketten im Whirlpool-raum auf, die meine Gastmutter von Amazon bestellt hatte. Wir sassen draussen am Feuer für eine Weile, bis es Zeit war, ins Bett zu gehen. Am Mittwoch arbeitete meine Gastmutter wieder in der Schule. Das Softballtraining dauerte nur eine Stunde, da einige für Band oder Chor früher gehen mussten, da sie am Abend ein Konzert hatten. Meine Gastmutter holte mich ab, wir kauften einige Lebensmittel ein und fuhren dann nach Hause. Zum Abendessen gab es Hamburgers (Egg-Burger für mich) und Maiskolben. Danach half ich meinem Gastvater die Rechnungen an seine Kunden zu sortieren, falten und in ein Kuvert zu stecken. Später erledigte ich meine Biologiehausaufgaben und ging ins Bett. Der Donnerstag fühlte sich aus irgendeinem Grund wie ein Freitag an. Ehrlich gesagt, wartete ich nur auf das Wochenende, da wir nach Detroit Lakes fahren und das Wochenende endlich in unserem Camper verbringen würden. Nach dem Softballtraining fuhr ich wieder mit meiner Freundin nach Hause. Wir machten einen Stopp, um Sundaes zu kaufen. Zuhause fing ich mit dem Packen für das Wochenende an, da wir am Freitag gleich nach dem Softballtraining nach Detroit Lakes fahren würden. Am Freitag durften alle aus der Biologieklasse, inklusive ich, nach der dritten Stunde in den Zoo in Fargo. Die Fahrt mit den Mini-Schulbus dorthin dauerte etwa 45 Minuten. Wir verbrachten circa eine Stunde im Zoo. Der Zoo war ziemlich klein, aber es gab riesige Kamele. Ich glaube, dass ich zum ersten Mal Kamele sah. Nach einer Stunde fuhren wir zum West Acres Mall, assen Fast Food und fuhren zurück zur Schule. Als wir ankamen, war bereits drei Uhr nachmittags. Das Softballtraining war super toll und hat riesigen Spass gemacht. Obwohl wir viel rennen mussten, alle waren glücklich und wir feuerten einander an. Ich kann nicht glauben, dass die Softballsaison bereits nächsten Donnerstag zu Ende geht. Nach der Schule lief aber Einiges schief. Eigentlich war geplant, dass meine Gasteltern mich abholen würden und wir zu unserem Camper in Detroit Lakes fahren würden. Jedoch ging es meiner Gastmutter so schlecht, dass wir sie zur Klinik in Ada brachten. Da es bereits Feierabend war, mussten wir zur Notstation. Sie gingen einige Tests mit ihr durch und da wir alle Hunger bekamen, bestellten mein Gastvater und ich Take-Outs von West Maine. Ich ass mein warmes Essen im Auto, während meine Gastmutter auf ihre Resultate wartete. Um halb neun wurde sie endlich entlassen und wir fuhren nach Hause. Obwohl es ihr definitiv nicht gut ging, war es besser als zuvor. Zu Hause schauten wir einen Film und gingen danach ins Bett.
Wochenende #16
Wochenende #16
Am Samstag ging es meiner Gastmutter um einiges besser, weshalb wir auch nach dem Frühstück zu unserem Camper fuhren. Als wir ankamen, gab es sehr Arbeit zu erledigen. Wir mussten alle Sachen in den Camper bringen, die Schränke putzen und den Garten organisieren. Später ging ich mit meiner Gastmutter in ein Bauhaus und wir kauften alles Mögliche für den Camper ein, was sicherlich nicht billig war. Das Ganze kostete mehr als $500 und es gibt noch mehr Sachen, die wir kaufen müssen. Am Nachmittag gingen wir ins mexikanische Restaurant gleich neben unserem Camperplatz und assen Mittag- bzw. Abendessen. Als wir zurückkamen, machten wir ein Feuer und geniessten das Camper-Leben. Um elf Uhr ging ich schlafen, was mir überhaupt nicht leicht fiel. Das Bett war ziemlich unbequem und ich hörte ständig Geräusche. Also schlief ich insgesamt etwa zwei Stunden. Am Sonntag war Mutterstag. Um sieben Uhr konnte ich das harte Bett nicht mehr ausstehen und ging nach draussen, um frische Luft zu holen. Natürlich hörten die Hunde mich und machten Lärm, sodass auch meine Gasteltern aufwachten. Nachdem die Hunde ihr Geschäft machten, gingen meine Gasteltern zurück ins Bett und ich schaute "Mean Girls" im Fernseh. Um neun Uhr morgens spazierten meine Gastmutter und ich mit den Hunden entlang des Strands. Nachdem wir zurückkamen, assen wir Frühstück im kleinen Restaurants des Campingplatzes. Ich bestellte 2 Eier, 1 Toast und Hash Browns für gerade mal $5. Zudem war es sehr lecker. Am Nachmittag gingen wir zu zwei weitere Bauhäuser und kauften noch mehr Camping-Sachen ein. Nachdem wir alles abgeladen hatten, liefen wir entlang des Strands, assen Nachos im Zorbaz und hörten einer Jazz-Band im Park zu. Danach war es auch Zeit, um nach Hause zu gehen. Da es Muttertag war, gingen wir zur Tankstelle, damit meine Gastmutter ihr Gratis-Sundae erhielt. Ich war sehr froh, als ich wieder in meinem Bett schlafen konnte.

@Mami: Ich kann mich nicht an den letzten Muttertag erinnern, an dem ich den Tag überhaupt ernst genommen habe. Ehrlich gesagt, finde ich Muttertag nach wie vor sinnlos. Jeder Tag sollte Muttertag sein. Während meines Austausches habe ich realisiert, dass ich dich und deine Arbeit mehr schätzen sollte. Ich wollte nur sagen, dass ich dich über alles liebe und vermisse. Danke für alles, das du für mich durchgemacht hast.
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