Schulwoche #11
Am Montag holte mich meine Gastmutter von der Schule ab und als wir nach Hause kamen, schlug mein Gastbruder vor, Mexikanisch zu kochen. Geplant war, um sieben Uhr zu essen, aber mein Gasvater brauchte seine Hilfe mit dem Golfauto. Aus irgendeinem Grund dauerte es sehr lange und sogar nachdem meine Gasteltern mit ihrem DVD-Training fertig waren, hatte er noch nicht mit dem Kochen angefangen. Schlussendlich fing er um acht Uhr mit dem Kochen an. Ich schnitt das Gemüse für ihn und wir assen etwa um neun Uhr abends. Das Essen war zwar gut, aber viel zu scharf. Es brachte mich zum Schwitzen und sogar nach dem Essen spürte ich die Schärfe in meinem Körper. Um zehn Uhr ging ich dann ins Bett, während meine Gasteltern zum ersten Mal, seit ich hier bin, ihren Whirlpool benutzten. Am Dienstag war die Sonne von Wolken bedeckt und der Wind blies sehr stark. Während dem Softball, froren wir alle und konnten und kaum bewegen. Einige hatten sogar nur T-shirts und Shorts an. Nachdem Training holten mich meine Gasteltern ab und wir kauften einige Zutaten für ihr "After-Funeral-Hot-dish" ein. Dafür braucht man Tomatensauce, Ketchup, Macaroni-Pasta, Mais und Käse. Man mischt alles zusammen und backt es für 20 Minuten. Nachdem Essen fuhren wir zu einer Freundin und ich probierte die Prom-Kleider ihrer Tochter an. Sie waren ein wenig zu lang, aber ansonsten passten sie wie angegossen. Obwohl ich Kleider ganz und gar nicht mag, fühlte ich mich sehr wohl in den Kleider und sie gefielen mir sehr. Am Mittwoch geschah eigentlich nichts. Ich kam nach Hause, wir kochten und assen, als mein Gastvater von Moorhead zurückkam. Meine Gastmutter trainierte mit der DVD und am Abend schauten wir zwei Folgen von "My name is Earl". Am Donnerstag hatte ich kein Softball, da das Varsity und Junior High Team ein Game hatten und die Coaches mit ihnen beschäftigt waren. Also fuhr ich mit dem Schulbus nach Hause und sah, dass meine Gastmutter die Veranda und den Garten für den Frühling vorbereitete. Wir entfernten die toten Pflanzen und den Laub, stellten die Stühle und Tische auf und putzten alles. Nach etwa zwei Stunden konnten wir endlich Grilled Cheese essen und dann geniessten wir den Whirlpool für eine halbe Stunde. Obwohl ich wusste, dass sie einen Whirlpool besitzen, benutzten wir ihn nie. Aber es fühlte sich richtig schön an und ich konnte danach auch besser einschlafen. Am Freitag waren alle Juniors mit ACT-Vorbereitungsprüfungen beschäftigt. Obwohl sie für mich eigentlich gar nicht obligatorisch ist, schrieb ich sie trotzdem, da ich sonst den ganzen morgen lang nur Study Halls hätte.
Wochenende
Nach dem Softball brachte mich meine Gastmutter nach Hause und als ich mich umgezogen hatte, war es schon wieder Zeit zu gehen. Wir fuhren nach East Grand Forks, um den fast gleichaltrigen Neffen meines Gastvaters und dessen Familie zu treffen. Nach etwa einer Stunde kamen wir im Restaurant, Blue Moose, an. Kurz danach kamen sie auch an und obwohl das Restaurant sehr voll war, erhielten wir nach etwa 15Minuten einen Tisch und wir bestellten unser Essen. Das Restaurant hatte kaum vegetarische Optionen. Ich bestellte Hummus mit Gemüse und Pita, was schlussendlich ganz und gar nicht das war, was ich mir vorgestellt hatte. Alles, was ich bekam war Sellerie (ew), Brokkoli, Humus und Pitas. Jedenfalls war die Familie sehr nett und nach dem Essen, gingen wir zu ihnen nach Hause. Ihr Haus ist riesig. Während mein Gastvater sich in der Bar im Untergeschoss mit seinem Neffen unterhielt, unterhielten sich die Frauen im Wohnzimmer über alles Mögliche. Vor allem aber über die Schule, da der Neffe der ehemalige Superintendent ist und seine Frau dort als Lehrerin arbeitete. Zudem hatte sie uns auch von den ehemaligen Austauschschülern erzählt, mit denen sie eine sehr gute Beziehung hat. Um elf Uhr fuhren wir dann nach Hause und gingen sofort ins Bett, als wir nach Hause kamen. Am Samstag morgen wachte ich um fünf Uhr morgens auf und konnte trotz mehrfachen Versuchen nicht mehr einschlafen. Ich rufte meine Eltern an und telefonierte mit ihnen für etwa dreissig Minuten. Danach zog ich mich um und ging nach draussen. Ich kaufte Briefmarken und versuchte Geld von meiner Travel Cash Karte am ATM abzuheben, was tatsächlich funktionierte. Danach trafen wir meine Gastschwester, ihren Freund und Mutter im Restaurant, Granite City, in Fargo. Sie hatte nämlich am Tag davor Geburtstag und da sie an jenem Tag mit ihren Freunden ausging, feierten wir ihren Geburtstag am Samstag. Wir bestellten unser Essen und wie auch im Blue Moose, war ich in meinen Optionen sehr limitiert. Ich bestellte den Haus Salat, der ziemlich gut war. Ehrlich gesagt, fühlte ich mich ein wenig Fehl am Platz, da sie ständig von Sachen erzählten, bei denen weder ich noch meine Gastmutter dabei waren. Auch meine Gastschwester war sehr erschöpft, da sie die ganze Nacht durch Party machte. Nach dem Essen fuhren wir nach Detroit Lakes, um Fotos vom Camper zu machen. Zuerst fuhren wir durch Downtown Detroit Lakes und im Kino war Tag der Schlümpfe und da meine Gastmutter eine riesige Sammlung von Schlümpfe hat, wollte sie den verkleideten Schlumpf sehen. Aber als wir ankamen, machte der Schlumpf gerade Pause und er würde erst in einer Stunde wieder kommen. Wir liefen herum, gingen in einige Läden, aber mein Gastvater hatte starke Bauchschmerzen. Also gingen wir zum Camper und trafen auch unsere "Camper-Nachbarn", die sehr nett waren und uns über das Campen informiert hatten. Als wir jedoch versucht hatten den Camper zu öffnen, funktionierte der Schlüssel für ein Schlüsselloch nicht. Wir kauften sogar Silikonspray, aber es funktionierte trotzdem nicht. Also fuhren wir wieder nach Hause und ich ging in den Whirlpool. Danach schauten wir fern und gingen schlafen. Am Sonntag war unser Ruhe-Tag. Als mein Gastvater zur Kirche ging, dekorierten wir den Garten bis es zu kalt für uns wurde und wir zurück ins Haus gingen. Daraufhin besuchten meine Gasteltern den Bruder im Altersheim. Ich ging nicht mit, da ich nicht genau wusste, ob ich überhaupt erwünscht bin. Jedenfalls schaute ich währenddessen Softballvideos auf Youtube an. Als sie zurückkamen, war es Zeit für Mittagessen. Mein Gastvater hat am Montag einen Termin für eine Magendurchsuchung. Deshalb durfte er nichts essen und musste sehr viel Flüssigkeit einehmen. Danach halfen meine Gastmutter und ich in der Kirche aus. Wir mussten, wie letztes Mal, Lebensmittel einräumen. Das dauerte etwa eine Stunde. Zuhause schauten wir zwei Filme. Film #1 war Grace from Monaco und #2 war Girl on The Train. Ich freute mich sehr auf den zweiten Film und er enttäuschte mich auch nicht. Sehr aufregend! Danach ging ich ins Bett.
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