Tag #1
Nun vorerst mussten wir etwa eine Stunde auf den Check-in für das Gepäck warten. Als es endlich Zeit war, erklärten sie mir, dass ein Carry-On Koffer $50 koste. Hätten wir den Koffer zuvor online eingecheckt, wäre es $18 gewesen. Das war ein wenig blöd, aber daran konnten wir nichts ändern. Zudem kam das Flugzeug eine Stunde später an, was heisst, dass sich unser Flug um eine Stunde verspäten würde. Ich war sehr müde. Im Flugzeug war es kalt und es wurde nur noch kälter, als wir in der Luft waren. Und die Airline bot keine Decken an. Wir kamen um 3 Uhr morgens an, aber da die Zeitdifferenz zwei Stunden ist, war es 1 Uhr morgens. Mein Gastvater mietete ein Auto, während meine Gastmutter nach einem Hotel suchte. Wir fuhren zum Hotel und gingen sofort ins Bett.
Tag #2Am nächsten Tag waren wir alle um sieben Uhr wach aufgrund der Zeitdifferenz. Wir holten uns Frühstück und machten uns bereit für unsere Fahrt. Auf der Fahrt gab es wunderschöne Aussichten. Unser erster Halt war in Downtown Prescott, wo wir auch Mexikanisch zum Mittag assen. Danach fuhren wir über wunderschöne rote Berge, um nach Jerome zu gelangen. In Jerome leben etwa 400 Menschen, aber die Stadt ist sehr lebendig. Meine Gasteltern sprachen einzeln mit einer Vorhersagerin für zehn Minuten und es kostete sie insgesamt $40, was meiner Meinung nach ein wenig verschwenderisch ist. Danach fuhren wir durch Sedona nach Williams und checkten in unser Hotel ein. Mein Gastvater buchte das Hotelzimmer gemeinsam mit Zugtickets zum Grand Canyon. Wir bestellten Essen im "Old Smokey's Restaurant" und als wir zurückkamen, gingen mein Gastvater und ich zum Whirlpool im Hotel.


Tag #3Am nächsten Tag gab es um neun Uhr morgens eine Western Show bevor wir in den Zug einstiegen und losbrachen. Die Fahrt dauerte etwa zwei Stunden und da wir in der "First Class"- Abteilung waren, gab es Snacks und sogar Musiker, die uns unterhielten. Es war richtig cool! Nach der Fahrt hatten wir circa drei Stunden Zeit bis wir wieder auf den Zug mussten, um zurück nach Williams zu fahren. In diesen drei Stunden hatten wir Zeit, um den Grand Canyon zu bewundern. In meinem ganzen Leben, habe ich noch nie etwas Schöneres gesehen als den Grand Canyon. Es ist eine unbeschreibliche Aussicht. Ich kann immer noch nicht glauben, dass es real war. Nach den drei Stunden fuhren wir wieder zurück und wie auch bei der Hinfahrt, gab es Snacks und Musiker. Die Rückfahrt gefiel mir mehr, da der Musiker für jede Gruppe ein Lied auf Lager hatte. Zurück in Williams stiegen wir in unser Auto ein und fuhren nach Laughlin, Nevada. Auf dem Weg hätten wir fast eine Panne gehabt, da es keine Tankstellen gab und wir dringend Benzin brauchten. Aber wir schafften es knapp noch. Nach zwei bis drei Stunden kamen wir an. Da meine Gastmutter eine Rewards Karte hat, mit der man Punkte durchs Spielen in Casinos sammelt, ergatterten wir eine Suite im Hotel Harrah's für $10. Obwohl es nur ein Bett gab, gab es mehr als genug Schlafmöglichkeiten für mich. Ich entschied mich für das Fenstersims mit einer Matte. Wir assen im Smashburger und nachdem ging ich in unser Hotelzimmer, während meine Gasteltern Zeit im Casino verbrachten.

Tag #4Da ich sozusagen auf dem Fenstersims schlief, wachte ich mit der Sonne auf. Obwohl ich etwa um sieben Uhr aufstand, waren wir nicht bevor 10:30 Uhr aus unserer Suite. Wir assen Frühstück im IHopp; ich bestellte mir Swedish Crepes mit Beerensauce. Dann machten wir uns nach Las Vegas. Zuerst machten wir aber einen Stopp, um den Hoover Dam zu sehen. Es war zwar nicht so schön wie der Grand Canyon, aber trotzdem sehenswert. Wir blieben nur zehn Minuten, da es gar keine freie Parkplätze gab. Spannend war, dass der Hoover Damn genau in der Grenze zwischen Nevada und Arizona lag, was auch zwei verschiedene Zeitzonen trennt. Danach ging es weiter nach Las Vegas. Unser erster Stopp war das weltberühmte "Las Vegas"-Zeichen. Meine Gasteltern waren bereits dutzende Male in Vegas, aber haben bis jetzt noch nie ein Foto mit dem Zeichen gemacht. Also war es auch etwas Neues für sie. Danach machten wir uns auf den Weg zum Stratosphere. Leider gingen wir nicht hoch, da meine Gastmutter Höhenangst hat. Aber wir sahen Menschen, die vom Turm sprangen oder auf der Achterbahn waren. Nachdem gingen wir zu unserem Hotel und ruhten uns für eine kurze Zeit aus. Nach der Ruhenzeit gingen wir los und liefen durch die Strassen von Las Vegas. Unser Stopp war Paris. Im Casino spielte eine sehr talentierte Band, die meiner Gastmutter sehr gefiel. Während meine Gastmutter der Band zuhörte, gingen mein Gastvater und ich hoch zum Eiffelturm. Bevor wir hochgingen, machte eine Frau ein Foto von uns. Richtig unangenehm wurde es, als die Fotografin sagte, wir sollen uns küssen. Wir erklärten ihr, dass er sozusagen mein Vater, was sie erröten lies. Auch entschuldigte sie sich bei uns. Obwohl es nicht der richtige Eiffelturm ist, war die Sicht wunderschön. Die Stadt sah so lebendig aus. Wir warteten bis es zehn Uhr abends war, da dann die Springbrunnen-Show des Bellagios begann. Obwohl wir die Musik nicht hörten, war es wundervoll. Leider dauerte die Show nur etwa fünf Minuten. Danach gingen wie zurück zu meiner Gastmutter und liefen weiter durch die Stadt. Im Hotel Planet Hollywood gab es eine Strasse (Miracle Miles Shops) voller Läden und Restaurants. Die Decke der Strasse war bemalt mit Wolkenmuster, sodass man wirklich das Gefühl hatte, als wäre man draussen in der Freie. Wir suchten nach einem Restaurant, da wir alle riesigen Hunger hatten. Wir assen in einem sehr schicken, italienischen Restaurant (Romagna Mia). Es war zwar teuer, aber sehr lecker. Dann machten wir uns auf den Weg zum Hotel zurück. Obwohl alles in Las Vegas sehr nah beisammen wirkt, ist es nur eine Illusion. Hotels sind weiter voneinander entfernt, als man denkt.

Tag #5 Der letzter ganze Tag von unserer Reise. Am Morgen holten wir uns Kaffee und entspannten uns am Pool. Leider konnten wir meinetwegen nicht ins 21+ Pool-Areal. Es fühlte sich sehr schön an, aber manchmal war mir die Sonne doch ein wenig zu heiss. Am Mittag assen wir in Charlo n' Charlies. Nachdem wir uns umgezogen hatten, liefen wir zum Venetian-Hotel und bewunderten die Sänger der Gondelfahrten. Auch gab es Pantomime im Hotel, mit denen ich Fotos gemacht habe. Erst im Nachhinein realisiere ich, dass diese Pantomimen sich täglich verkleiden und bemalen lassen, um zu überleben, was ziemlich traurig ist. Nachdem benutzten wir den Deuce-Bus für $6, um zum Luxor zu gelangen. Dieses Hotel hat die Form einer Pyramide und soll auch Ägypten ähneln. Dort versuchten meine Gasteltern Tickets zur "The Mentalist"-Show zu ergattern. Mit Erfolg. Nach einer Weile fuhren wir zurück zum Hotel, zogen uns um und machten uns wieder auf den Weg zum Hotel "Planet Hollywood". Die Tickets mussten eine Stunde vor der Show abgeholt werden. Deshalb hatten wir genug Zeit, um Nachos im "La Salsa" zu essen. Ich freute mich sehr auf die Show! The Mentalist war kein Magist, sondern analysiert Menschen und findet dadurch Fakten und Charaktereigenschaften von Menschen heraus. Bevor die Show begann, mussten wir persönliche Fragen auf ein Stück Papier aufschreiben, dessen Antworten uns interessieren. Während der Show wählte "the Mentalist" dann ein Zettel aus und konnte nur mithilfe des Zettels den Namen dessen Person entziffern. Das war unglaublich. Eine perfektische Mischung aus Humor und Entertainment. Ich kann es bis heute noch nicht glauben. Sehr empfehlenswert! Nach der Show gingen wir dann zurück ins Hotel, und meine Gasteltern nutzten den Abend aus, um Gewinne im Casino zu machen.

Tag #6Nun war es schon Zeit, um nach Hause zu fliegen. Wir standen um sechs Uhr auf, beeilten uns mit dem Bereitmachen und fuhren zum Flughafen. Zuerst mussten wir jedoch unser Mietauto abgegeben. Zum Glück gab es gratis Busse, die uns dann zu unserem Terminal brachten. Zum Frühstück gab es Zimt-rollen und Kaffee von Cinnabon, die sehr lecker waren. Der Flug zurück war viel angenehmer, als der Hinflug. Glücklicherweise kaufte ich einen fetten Souvenir-Pullover aus Arizona, der mich warm hielt. Das erste, das mit auffiel, war das Wetter. In Las Vegas war es sonnig und warm; in Minnesota hingegen, kalt und regnerisch. Zumindest schneite es nicht. Wir fuhren nach Hause und versuchten uns auszuruhen. Auch die Zeitumstellung machte uns ein wenig durcheinander. Wir waren nicht müde, wenn Schlafenszeit war. Wir hatten keinen Hunger, als es Zeit zum Essen war. Also assen wir etwa um zehn Uhr abends Chips mit Spinat/Artischocke-Chips.

Die Reise gefiel mir riesig. Mir ist bewusst, dass viele Gastfamilien nicht mit ihren Austauschkindern in die Ferien gehen. Deshalb schätze ich es umso mehr. Ich muss sagen, vor der Reise, war alles ein wenig chaotisch und ein leichtes Heimweh überkam mich. Das kalte Wetter in Minnesota half auch nicht wirklich weiter. Diese Woche war ein sehr gute Ablenkung/Abwechslung und erinnerte mich daran, dass meine Zeit in den USA fast vorüber ist und ich das Beste daraus machen muss. Das war definitiv einer der besten Wochen meines Lebens. Ich hoffe sehr, dass ich sie nie vergessen werde.
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