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Montag, 29. Mai 2017

Woche #18

Schulwoche #18
Am Montag hatte ich kein Chemie, da ein Veteran aus dem Vietnamkrieg zur Schule kam, um uns von seinen Erfahrungen zu berichten. Er erzählte auch von meinem Gastonkel, der um die selbe Zeit mit ihm in Vietnam war. Ich merkte, dass es ihm nicht leicht fiel, vom Krieg zu erzählen. Er brachte uns einige Fotos - sogar mein Gastonkel war auf einem. Bevor ich hierherkam, verstand ich nicht wirklich, weshalb Veterane und das Militär so einen hohen Rang in der USA haben. Aber nachdem ich meinen Gastonkel kennengelernt hatte und der Veteran von seinen Erfahrungen erzählte, bin ich definitiv der Meinung, dass sie den grössten Respekt verdienen. Nach der Schule fuhr ich mit meiner Freundin aus dem Softballteam herum, da wir um 16:30 eine Abschlussparty im West Maine hatten. Unser Coach kaufte uns Pizza und Getränke und wir hatten eine gute Zeit. Das Einzige, was mich störte, war die Tatsache, dass wir nicht alle zusammen an einem Tisch sassen. Das führte dazu, dass sich einige ein wenig ausgeschlossen fühlten. Nach der Party fuhr mich meine Freundin nach Hause und ich ging duschen. Eigentlich hatten meine Gasteltern vor, zum Klavierkonzert meiner Gastnichte zu gehen, jedoch war sie in Minneapolis mit ihrer Familie und erzählte ihrer Klavierlehrerin nicht mal davon. Das machte meine Gastmutter natürlich sehr wütend. Am Abend schauten wir The Voice und später the Bachelorette. Ich war jedoch so müde, dass ich um neun Uhr schon ins Bett ging. Am Dienstag gaben alle Juniors, inklusive mich, ihr Handy ab, um extra Punkte zu bekommen. Wir bekamen das Handy um drei Uhr nachmittags wieder. Ehrlich gesagt, verlief der Tag ganz normal. Das Schlimmste war die Tatsache, dass ich immer das Gefühl hatte, dass ich mein Handy irgendwo vergessen hätte. Nach der Schule fuhren meine Gasteltern und ich nach Moorhead, wo wir zum Abendessen eingeladen waren. Die Frau, die meiner Gastmutter die Nägel macht, kochte Asiatisch für uns, da sie weiss, dass ich es sehr vermisse. Ihr Haus war riesig und wunderschön. Sie kochte Sommerrollen, Nudeln und Koreanisches Rindfleisch. Und zum Dessert gab es Wassermelone. Alles war super lecker. Wir blieben bis um halb acht und gingen dann zu meiner Gastschwester, um ihr ihre Briefe zu geben. Um 21:15 kamen wir zu Hause an und ich ging ins Bett. Am Mittwoch nach der Schule holte mich meine Gastmutter ab, da sie bereits in Ada war. Da das Wetter sehr angenehm war, zog ich mich um und joggte 30 Minuten lang. Als ich zurück kam, half ich meiner Gastmutter die Pflanzen zu giessen und ging danach duschen. Mein Gastvater schlug vor zur Bar zu gehen, da sie Nachos servierten. Sie waren sehr lecker, aber anfangs war es langweilig, da ich niemand in der Bar kannte. Um sieben Uhr kam dann die Freundin meiner Gastmutter mit ihrer Tochter, die in meiner Art-Klasse ist. Wir unterhielten uns für eine Weile und gingen später nach Hause. Mein Gastvater holte Landkarten hervor, um das nächste Projekt für seine Zeitung zu planen. Statt nur 47 Dörfe/Städte, möchte er nun 102 Dörfe/Städte miteinbeziehen, was eine grosse Sache ist. Danach ging ich schlafen. Am Donnerstag versuchten wir die Pepsi-Challenge in American History. Jeder bekam zwei Becher. Eines davon war gefüllt mit Pepsi, das andere mit Coca Cola. Danach stimmte man für jenes ab, welches man lieber hat. Ich dachte es wäre schwierig Pepsi und Coca-Cola auseinander zu halten, aber ehrlich gesagt, war es ziemlich einfach. Coca-Cola hat einen stärkeren Geschmack. Lustig war, dass unser Lehrer sehr überzeugt war, dass er sie unterscheiden könne, aber schlussendlich hatte er gar nicht Recht. Nach der Schule hatte ich vor mit meinen Freundinnen das Baseball-spiel anzuschauen. Jedoch hatten wir nicht wirklich Lust. Deshalb assen wir zuerst, fuhren herum und machten Fotos. Danach gingen wir zum Spielplatz in der Schule und 'spielten' herum. Der Bruder meiner Freundin fuhr uns nach Hause und nachdem ich das Geschirr abwusch, schaute ich fern und ging ins Bett. Am Freitag holte mich meine Gastmutter nach American History von der Schule ab, damit wir möglichst früh in Detroit Lakes sein würden. Wir fuhren sofort los, als ich mit den Packen fertig war. Auf dem Weg nach DL, machten wir einen Stopp am Friedhof, in welchem die Eltern und ein Bruder meines Gastvaters vergraben sind. Da am Montag Memorial Day sein würde, brachten wir Blumen, um sie neben ihrem Grabstein zu stellen. Wir blieben etwa zwanzig Minuten. Als wir am Camper ankamen, mussten wir wieder alles einrichten und aufstellen. Danach gingen wir Lebensmittel einkaufen im Dollar Store und im Walmart. Später assen wir Pizza in Zorbaz und spät am Abend machten wir ein Feuer, um S'mores zu machen. 

Wochenende #18
Am Samstag kam die Schwester meiner Gastmutter, meine Gastschwester und ihr Freund zum Camper. Das Wetter änderte sich ständig. Grundsätzlich war es schön, jedoch gab es stündlich Platzregen. Wir hatten vor Hamburgers zu grillieren, jedoch ging der Strom aus, als wir den Elektrogrill anmachten. Zudem fing es an zu regen. Also waren etwa sechs Menschen in dem kleinen Wohnzimmer ohne Strom. Zum Glück half uns der Nachbar und wir hatten wieder Strom. Danach spielten wir Bean Bag und mein Team gewann. Danach gingen meine Gastschwester und ihr Freund bach Hause, während meine Gasteltern in die Bar gingen und ich als Einzige im Camper zurückblieb. Am Sonntagmorgen rief ich meine Mutter an und glücklicherweise war meine ganze Familie dort, um den Geburtstag meines Onkels zu feiern. Ehrlich gesagt, freue ich mich sehr auf Zuhause - meine Familie und Freunde wiederzusehen. Nachdem wir Mittag assen, fuhren wir zu einer Bar, um den Bruder und die Schwägerin meines Gastvaters zu treffen. Die Schwägerin sprach non-stop und stellte mir unzählige Fragen. Es fühlte sich so an, als wäre ich bei einem Vorstellungsgespräch. Ziemlich unangenehm und nervig. Danach gingen wir in eine andere Bar und trafen aus Zufall der Neffe meines Gastvaters. Wir blieben nicht allzulange. Danach gingen wir zurück zum Camper und schauten ein sehr langes Baseball-game. Meine Gastmutter und ich gingen in den Lebensmittelladen und kauften Sachen für unser Abendessen ein. Um acht Uhr abends assen wir und schauten gleichzeitig eine Memorial-Day-Show an. Was mich sehr überraschte, war die Tatsache, dass mein Gastvater anfing zu weinen. Nicht nur sein Vater, sondern auch sein Bruder war im Krieg und opferte sehr viel für das Land.




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