Flug

Mittwoch, 10. Mai 2017

Woche #15

Schulwoche #15
Am Montag war der erste Mai-Tag. An jenem Tag verschenken einige Körbe mit Süssigkeiten. Ich erhielt einen Mai-Korb von einer Angestellte in der Bank. Nun zum Rest meines Tages: Nach der Schule hatten wir ein Spiel in Ada. Und es war sehr kalt. Ich spielte fünf Innings für Junior High und keine Sekunde verging, in der ich nicht fror. Zumindest schaffte ich es zur ersten Base; aber das zweite Mal hatte ich ein Strike-Out. Nach dem Spiel fuhren wir nach Hause und als Allererstes wärmte ich mich mit einer heissen Dusche auf. Danach assen wir unsere Leftovers vom vorherigen Tag auf und am Abend schaute ich Fernseh mit meinem Gastbruder. Der Dienstag war ein ziemlich langer Tag. Am Morgen hatten alle Juniors die MCA-Prüfung am Chromebook. Ich war sehr überrascht, dass ich die Prüfung auch schreiben musste. Aber es störte mich nicht. Sie dauerte etwa eine Stunde. Alle aus dem Softball waren ab zwei Uhr nachmittags entschuldigt, da unser Bus nach Bagley um 14:15 losfährt. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde. Varsity und JH+JV spielten an zwei verschiedenen Orten. Ich spielte die ersten vier Innings und traf zum ersten Mal in einem Spiel den Ball mit dem Schläger! Und das sogar beide Male. Auch, war das Wetter schön. Verglichen zu den anderen Spielen, machte mir dieses Spiel riesigen Spass. Das Endresultat war Unentschieden, was meiner Meinung nach, ganz okay ist. Auf dem Rückweg machten wir einen Stopp an einer Tankstelle und dann fuhren wir zurück nach Ada. Um halb neun kam ich dann zu Hause an, duschte und ging ins Bett. Am Mittwoch mussten wir mit dem MCA-Test fortfahren. Obwohl wir die Resultate noch nicht erhielten, wurde uns gesagt, dass alle Juniors bestanden haben. Am Nachmittag hatte ich Softball-training. Das Wetter war sehr verwirrend. Anfangs war es kühl und regnerisch und später warm. Nachdem Softball blieb ich in der Schule, um mit den Promvorbereitungen zu helfen. Dies war jedoch nicht wirklich notwendig, da sie bereits fertig waren, als ich ankam. Die Mutter meiner Freundin fuhr uns dann nach Hause und zum Abendessen gab es Salat mit einem Ei für mich. Eigentlich hatte meine Gastmutter gefüllte Paprika gemacht, aber aus Gewohnheit hat sie alle Paprikas mit Fleisch gefüllt. Als ich fast in die Dusche stieg, klingelte es an der Tür und mein mexikanischer Onkel, Uncle Johnny, kam zu Besuch. Für das 143. Kentucky Derby Pferderennen bereitete er eine Liste vor und 20 Menschen kauften jeweils ein Kästchen für $10. Jedem wird zufälligerweise eine Nummer bzw. ein Pferd zugeteilt. Wessen Pferd gewinnt, gewinnt $200. Ich hatte die Ehre, die Nummern zu ziehen. Uncle Johnny blieb bis um neun Uhr. Danach gingen meine Gasteltern in den Whirlpool und ich schaute fern in meinem Zimmer. Am Donnerstag brachte unsere Trigonometrie-Lehrerin Donut Balls, Brownies und Orangensaft, weil alle aus unserer Klasse die MCA-Prüfung bestanden haben. Da das Varsity wie auch das JH-Team ein Spiel hatten, hatte ich kein Softballtraining am Nachmittag. Also fuhr ich mit dem Bus nach Hause und während der Busfahrt, sah ich einen Fuchs. Leider war er zu schnell, um ein Foto von ihm zu machen. Zu Hause rief ich meine Mutter an und wir telefonierten für etwa 40 Minuten. Dann war eigentlich nichts los. Ich fragte meinen Gastbruder, ob er mir ein paar Bälle zuwerfen könne, aber nachdem er den Rasen mähte, musste er irgendwo hin gehen. Freitag war der letzter Tag vor Prom. Nach dem Softball blieb ich in Ada, damit die Mutter meiner Freundin meine Nägel lackieren konnte. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie in der Schule für Prom half. Ich fühlte mich ein wenig veräppelt, aber trotzdem war es cool, Zeit mit Freundinnen zu verbringen. Wir assen Essen von Subway und später fuhr mich meine Freundin nach Hause, da meine Gasteltern in ein mexikanisches Restaurant gingen, weil es Cinquo de Mayo war. Zu Hause schaute ich fern und versuchte mich auszuruhen, damit ich genug Energie für Prom haben würde.

Wochenende #15
Endlich war es soweit. Prom - Eine einmalige Sache für mich. Eine Chance, die viele nicht haben. Der Tag begann bereits um sechs Uhr morgens. Ich duschte und um acht Uhr musste ich zur Friseuse, die mein Haar machte. Danach fuhr mich meine Gastmutter zu der Cousine meiner Freundin, die mich schminkte. Währenddessen war meine Gastmutter mit Garage Sales in Ada beschäftigt. Nach etwa einer Stunde, fuhren wir nach Hause und meine Gastmutter machte meine Nägel. Als sie fertig war, zog ich mein Kleid und Schuhe an und setzte mein Schmuck auf. Meine Gastmutter machte natürlich ganz viele Fotos von mir. Ich wartete auf meine Freundin und ihren Freund, mit denen ich nach Fargo gehen würde, um zu Essen. Dort würde ich auch mein Prom Date treffen. Das dauerte jedoch länger, als erwartet. Um zwei Uhr nachmittags holten sich mich dann endlich ab, wir fuhren nach Fargo, und machten einen Stopp bei einer Bar, da die Familie meiner Freundin Fotos machen wollte. Nachdem konnten wir endlich ins Restaurant; wir alle hatten riesigen Hunger. Ich bestellte Pasta mit Pesto, was (wie erwartet) sehr lecker war.  Eigentlich bestand unsere Prom-Gruppe aus zwanzig Personen, aber einige assen früher oder assen irgendwo anders. Das machte mich ziemlich glücklich, da ich kleinere Gruppen bevorzuge. Wir unterhielten uns über alles Mögliche und ich geniesste die Zeit sehr. Um fünf Uhr mussten wir bereits wieder nach Ada fahren, da professionelle Fotografen um sechs Uhr Fotos von uns machen würden. Ich fuhr mit meinem Prom Date nach Hause, jedoch verpasste er unsere Ausfahrt, was dazu führte, dass wir etwa eine Stunde später ankamen. Glücklicherweise war es keine grosse Sache, da auch die Fotos länger dauerten, als erwartet. Danach kamen meine Gasteltern und seine Eltern, die noch mehr Fotos machten. Um 19:30 begann dann Grand March. Jedes Prom-"Paar" lief auf der Bühne, als wäre es eine Modeschau. Jedes Paar wird von einem "Moderator" angekündigt und etwa 300 Menschen schauten zu, was sehr nervenaufreibend war. Ich war sehr nervös. Vor alle, weil ich hohe High heels trug. Glücklicherweise verlief alles in Ordnung. Nach dem Grand March begann der Tanz. Sie sammelten unsere Handys ein, damit wir auch miteinander kommunizieren, was ich keine dumme Idee finde. Es gab Hit-songs, Slow-songs, aber auch typische amerikanische Lieder. Anfangs fühlte ich mich ein wenig unsicher, da ich Tanzen in der Öffentlichkeit überhaupt nicht mag. Aber ich erinnerte mich daran, dass dies mein einziger Prom war. Also tanzte ich mit meinen Freunden, was eigentlich ziemlich Spass machte. Um 11 Uhr abends war dann der Tanz vorüber und wir hatten 30 Minuten bis After-Prom begann. Also fuhren wir zum Freund meiner Freundin, zogen bequeme Kleider an und gingen zurück zur Schule. Ich hatte gar keine Erwartungen, da ich überhaupt nicht wusste, was man beim After-Prom macht. Es gab Essen, Spiele und man konnte grosse Preise gewinnen. Das Beste war der Cash Cube. Man ist in einer Box voller Zeitungen, Papiere und Geldscheine, und die Augen wurden verdeckt. Man musste so viele Geldscheine wie möglich sammeln. Das Schwierige daran war jedoch, dass ein Ventilator die Papiere blies. Ich ergatterte etwa 30 Dollars, aber das Mädchen nach mir ergatterte einen $100 Banknote. So vieles passierte in einer Nacht. Ich spielte Volleyball, Poker, und ein Nägelspiel. Ich gewann einen wasserfesten Lautsprecher im Wert von etwa $130 und zwei T-shirts. Meine Freundin gewann sogar einen Fernseher. Ich geniesste es sehr. Um vier Uhr morgens fuhr die Mutter einer Freundin uns nach Hause, ich duschte und ging sofort ins Bett. 
Sonntag war der 7. Mai. Das heisst, in einem Monat werde ich bereits im Flieger sitzen und nach Hause, in die Schweiz, fliegen. Ich stand etwa um 10 Uhr auf, was mich ziemlich überrascht hatte. Sogar meine Gastmutter war noch nicht aus dem Bett gekommen, weil sie sich erkältet hatte. Mein Gastvater ging zur Kirche, während ich mit meiner Mutter telefonierte. Um Mittag assen meine Gastmutter und ich pochierte Eier und Kartoffeln. Ich erzählte ihr von meinen Prom-Erfahrungen und zeigte ihr meine Preise. Da das Wetter sehr schön war, fuhren wir mit dem Golfauto herum und trafen einige Nachbarn. Als wir zurückkamen, dekorierten wir den Garten und am Nachmittag gingen wir zu einer Freundin, die Blumen verkauft. Meine Gastmutter suchte Blumen im Wert von $200 aus. Wir brachten sie nach Hause und stellten sie dorthin, wo wir sie pflanzen möchten. Danach backten wir Pasta mit Pilzsauce, was super lecker war. Bevor ich hier herkam, konnte ich Pilz nicht ausstehen und jetzt mag ich gewisse Pilze. Nachdem Essen waschte ich das dreckige Geschirr ab und ging ins Bett. 


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