Samstag
Jetlag. Ich stand um vier Uhr morgens auf, schlief um sechs Uhr wieder ein und stand um 10 wieder auf. Da meine Gasteltern eine lokale Zeitungsfirma besitzen, ging ich mit meiner Gastmutter zu einem Schiessunterricht für Frauen, um darüber zu berrichten. Der Kurs wurde von einem Polizisten geleitet. Teilweise war es ein wenig langweilig, da er vor allem die offentsichlichen Sachen erläutert hatte, aber es gab auch gewisse spannende Sachen. Allgemein fand ich es spannend, was Amerikaner von Waffen halten. Auch erwähnenswert ist die Tatsache, dass praktisch jeder zweite Amerikaner eine Waffe täglich mitsichträgt.
Sonntag
Am Sonntag gab es ein Treffen in Detroit Mountain für alle Austauschschüler+ Local Rep aus der Region. Dies verlief ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Als wir dort ankamen, begrüsste uns der Local Rep nicht einmal. Der Raum war offen für alle und der Local Rep hat uns niemandem vorgestellt bis mein Gastvater sie darum gebeten hat. Also habe ich 2 Austauschschüler kennengelernt. Einer aus Deutschland und einer aus Taiwan. Nachdem der Local Rep mir die Grundregeln zum 10. aufgezählt hat, konnten wir dann Schlitteln gehen mit einem Luftreifen. Wäre dies nicht gewesen und hätte ich die Jungs nicht kennengelernt, wäre der Tag wohl eine Zeitverschwendung gewesen. Am Abend trafen wir die Tochter meines Gastvaters. Sie und ihr Freund haben gerade einen Welpen adoptiert, der unglaublich süss ist. Lustig war, dass sie sich wie neue Eltern verhalten haben. Aber sie waren super nett.
Erste Schulwoche:
Der erster Schultag war eine sehr nervenaufreibende Angelegenheit. Zum Glück wurde ich montags und dienstags von meiner Gastmutter gefahren. Fangen wir mal mit Montag an: Als allererstes gingen wir zum Sekretariat, um die School Counselor zu treffen, damit wir meinen Stundenplan erstellen konnten. Sie war aber nicht hier, also mussten wir das telefonisch machen, was ein wenig umständlich war. Aber zumindest konnte ich meinen Stundenplan planen:
• Trigonometry
• Foods
• English
• Art
• Psychology Study Hall
• American History
• Philosophy Biology
• Chemistry
Danach bekam ich eine Rundschau und meinen Locker von der Sektretärin. Ich erkannte sofort die Schweizer Flagge in der Cafeteria, die sie extra für mich aufgehängt haben. Sehr lieb. Insgesamt muss ich sagen, dass ich ein wenig überfordert war am ersten Schultag. Ich dachte, es wäre leichter Freundschaften zu schliessen. Aber die Tatsache, dass alle sich bereits kennen und ich erst im Winter ankam, macht alles noch schwieriger. Auch das Essen in der Schule bereitete mir Mühe, weil ich kein Fleisch esse. Nach drei Tagen habe ich meinen Stundenplan gewechselt, da der Psychologie/Philosophy Lehrer viel zu schnell sprach und zu viele Hausaufgaben gab, sodass ich gar keine Freizeit mehr hatte. Zudem fuhr ich zum ersten Mal mit einem Schulbus zur Schule. Die Fahrt dauert ca. 45Minuten, da er überall halten muss. Eigentlich habe ich Glück, weil der Bus kleiner ist und somit die Sitze einwenig bequemer sind. Ausserdem kann ich währenddessen meine Blogeinträge schreiben und den Sonnenaufgang beobachten. Donnerstag Abend, traf ich dann den jüngsten Sohn und wir assen gemeinsam in einem Restaurant in Fargo.
Wochenende
Am Freitag Abend gingen wir zu einem gratis Festival in Downtown Fargo. Es gab S'mores, Pferdereiten und die Band Trip Wire trat auf. Mir gefiel es sehr, die Band ist sehr talentiert. Nur schon der Hauptsänger konnte 5 Instrumente spielen. Leider war es viel zu kalt, um Pferdereiten zu gehen. Ansonsten fand ich es super!
Am Samstag luden wir alle Verwandten vom meinem Gastvater ein. Insgesamt waren es etwa 13 Leute. Obwohl ich mich teilweise ein wenig ausgelassen fühlte, da sie über Menschen redeten, die ich nicht kannte, aber ansonsten waren alle super lieb zu mir. Ich lernte seiner Schwägerin, Beverly, kennen, die gerade um die Ecke wohnt. Am Abend gingen wir dann zur Nichte meines Gastvaters und assen gemeinsam Abend. Danach spielte ich Ping Pong mit ihrem 10-jährigen Sohn, während die Erwachsenen etwas tranken.
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