Diese Schulwoche ist um einiges kürzer als normalerweise. Am Donnerstag findet das Basketballspiel der Mädchen in Minneapolis statt und weil sie auf möglichst viele Fans hoffen, haben wir am Donnerstag wie auch am Freitag frei.
Am Montag fing die Softballsaison an. Obwohl die Basketballsaison aufgrund des Spieles am Donnerstag noch nicht zu Ende ist, wurde uns mitgeteilt, dass wir trotzdem freiwillig trainieren können. Also zogen wir uns nach der Schule um und machten uns bereit. Aber wir hatten keine Turnhalle, in der wir trainieren konnten. Sie sagte uns, wir könnten einfach im Schulhaus rennen, aber alle gingen nach Hause. Also zog ich mich wieder um und rief meine Gastmutter an, die mich dann nach Hause brachte. Als wir nach Hause kamen kochte ich Nudeln und machte Salat und nach dem Essen schauten wir die letzte Folge von Bachelor. Am Dienstag hatten wir wieder ein freiwilliges Training. Dieses Mal konnten wir in der Turnhalle der Primarschule üben. Die meisten spielten bereits seit Jahren Softball, für mich aber, war alles neu. Das machte mich ein wenig nervös und verunsichert. Wir übten vor allem Fangen und Schlagen mit dem Schläger. Es sieht zwar leicht aus, ist es aber nicht. Vor allem nicht, wenn alle anderen es können, du aber nicht. Obwohl es mir nicht unbedingt Spass gemacht hat, möchte ich es trotzdem weiterhin probieren. Ich denke und hoffe, dass es mit der Zeit mehr Spass machen wird. Nach def Schule fuhr mich meine Gastmutter nach Hause und wir putzten das Haus. Jetzt verstehe ich, weshalb meine Mutter keine Haustiere möchte. Es ist sehr viel Arbeit. Bogey verliert sehr viel Fell und alles landet auf dem Sofa, Teppich oder Boden. Wir versuchten so gut wie möglich alles zu entfernen. Am Abend installierten wir endlich das Gerät für Netflix und wir schauten eine Fernsehserie namens Grace and Frankie. Um zehn Uhr ging ich dann schlafen, aber meine Gastmutter blieb wach, da sie meinen Gastvater vom Flughafen abholen musste. Am Mittwoch gab es wieder ein Pep Fest in der ersten Schulstunde. Dasmal gefiel es mir einwenig mehr, aber mit der Zeit ist es einfach langweilig. Wir hatten bereits um zwei Uhr frei, da die Lehrer noch ein Treffen hatten. Da meine Gasteltern gerade in Ada waren, brachten sie mich nach Hause. Nachdem wir nach Hause kamen, gingen meine Gasteltern ins Büro, während ich Gossip Girl schauten. Als sie zurück kamen, hatten sie ein Karton voller Briefumschläge. Für alle, die meinen Gastvater noch nicht bezahlt haben, haben wir nochmals die Rechnung ausgedruckt. Das war sehr mühsam und es dauerte etwa drei Stunden. Für jeden Kunden gab es ein Statement, Invoice und den Zeitungsausschnitt mit ihrer Werbung.
Wochenende
Am Donnerstag hatte ich keine Schule und wollte mit meinen Freunden nach Fargo gehen. Bevor wir aber dorthin fuhren, wollte ich Geld mit meiner Bankkarte holen. Das war das erste Mal, als ich meine Bankkarte benutzt habe. Ich ging zur Bank im Dorf. Da es eine sehr kleine Bank ist, war ich nicht sicher, ob es funktionieren würde. Aber der Automat zeigte etwas ganz Komisches an, was mich sehr verwirrt hatte. Ich ging zur Angestellte, die alles versucht hat, aber keinen Erfolg hatte. Ich rufte die Hotline an und diese sagten mir, ich solle zu einer grösseren Bank gehen. Also ging ich nach Fargo und wir versuchten es etwa bei sechs Banken, die mir alle nicht weiterhelfen konnten. Also beschloss ich meine Eltern am nächsten Tag anzurufen und den Rest des Tages einfach zu geniessen. Wir assen mexikanisch im "Paradiso", probierten wunderschöne Prom Dresses an und am Abend assen wir noch im McDonalds. Obwohl der Tag sehr deprimierend und frustrierend war, war ich froh, dass meine Freunde mich aufmuntern konnten. Ich kam etwa um neun Uhr nach Hause, schaute ein wenig fern und ging danach schlafen. Am Freitag stand ich um sechs Uhr morgens auf, damit ich mit meinen Eltern und meiner Bank telefonieren konnte. Das Telefonat mit meiner Bank war aber ziemlich nutzlos. Sie konnten nur meine Karte generell freischalten und nicht nur temporär, was aber kein Unterschied macht. Ich sei ein Speziallfall und es sei ihnen noch nie passiert, obwohl schon viele Menschen in die USA gereist sind mit dieser Karte. Das alles war sehr frustrierend, aber meine Mutter beruhigte mich. Ich war zu nachdenklich, um etwas Produktives zu machen. Also schaute ich den ganzen Tag fern und las mein Buch. Um vier Uhr nachmittags kamen meine Gasteltern nach Hause, wir packten unsere Sachen ein und machten uns auf den Weg nach Crosslake. Meine Gastmutter kennt eine Freundin, die dort wohnt. Meine Gastmutter wie auch die Freundin haben nächste Woche Geburtstag. Wir konnten also umsonst bei ihnen übernachten und zusätzlich noch ihre Geburtstage gemeinsam feiern. Wir kamen etwa um sieben Uhr an und assen "Garbage" Pizza in einem Restaurant. Die Garbage Pizza war mit allem Mögliche belegt (ausser Fleisch für mich) und war die beste Pizza, die ich bis jetzt in der USA hatte. Danach gingen wir zu ihnen nach Hause und übernachten bei ihnen. Am Samstag gab es eine grosse St. Patrick's Day Parade in Cross Lake. Ich erwachte um sechs Uhr morgens, da die Kinder der Freundin bereits sehr laut waren. Da niemand in der Familie Kaffee trinkt, holten wir uns Kaffee in einer Tankstelle. Wir gingen zurück nach Hause, assen French Toast und der Sohn der Freundin zeigte mir ein "Jagdauto". Danach machten wir uns bereit und fuhren los. Wir assen Nachos in einer sehr gefüllten Bar und danach machten wir uns auf den Weg zur Parade. Wir mussten etwa eine Stunde in der Kälte warten. Zum Glück gab es eine Feuerstelle, bei der wir uns aufwärmen konnten. Die Parade war ganz cool, aber die in Fargo gefiel mir mehr. Obwohl die Parade in Cross Lake länger dauerte und das Wetter besser war, war die Stimmung in Fargo besser. Auch fehlte mir Musik in Cross Lake. Nach der Parade fuhren wir zu einer Karaoke Bar. Die Bar war zwar sehr voll, aber ich wollte umbedingt meinen Gastvater singen hören. Ich kannte das Lied nicht, trotzdem fand ich es richtig cool. Ich glaube, das war das Highlight des Tages. Nach seinem Lied fuhren wie zu einer Bar und ich ass Mozzarella Sticks mit einem Salat. Ich spielte mit den Kindern, während meine Gasteltern erfolglos Lose kauften. Die Tochter der Freundin und Ihr Freund brachte uns (die Kinder) nach Hause und wir spielten Monopoly. Am Sonntag wachte ich wieder etwa um sechs Ihr auf, da die Kinder sehr laut waren. Wir schauten fern und ihre Mutter machte Pancakes. Meine Gastmutter wollte möglichst früh nach Hause gehen und während der Fahrt irgendwo frühstücken. Also machten wir uns auf den Weg nach Hause, assen Frühstück in einem Café und erreichten unser Ziel nach etwa drei Stunden. Wir blieben etwa 30 Minuten zu Hause, weil mein Gastvater ins Spital musste und ich Kleider für die Reise nach Bloomington brauchte. Wir gingen in Herberger's und kauften richtig schicke Kleider. Meine Gastmutter hatte Coupons zum Geburtstag bekommen und bei jedem Einkauf von $50 wurden $20 abgezogen. Total war die Summe etwa $180, aber wir ersparten uns durch alle Sales und Coupons etwa $250, was uns sehr freute. Mein Gastvater holte uns ab, assen in einem kleinen Restaurant und gingen nach Hause.

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